Mutmaßlicher Doppelmörder ist der Onkel
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Die Schwestern Chiara und Sharon wurden grausam ermordet.
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„Das Mordmerkmal ist Heimtücke“, sagte Oberstaatsanwältin Andrea Titz am Samstag auf einer Pressekonferenz in München. Der Mann habe die Arglosigkeit und Wehrlosigkeit der beiden Mädchen ausgenutzt. Der Tatverdächtige habe noch kein Geständnis abgelegt.

 Nach Medien-Berichten soll der Mann ein Onkel der getöteten Kinder sein. Er habe sich mit seiner Schwägerin - der Mutter der Mädchen - um Geld gestritten. Der Postbote sei selbst Vater von vier Kindern.

Der Tatablauf sei noch nicht gänzlich geklärt, sagte der Leiter der Mordkommission Markus Kraus. Der Verdächtige sei gegen 17 Uhr am Freitag widerstandlos vor seiner Wohnung in Peißenberg festgenommen worden. Nach Angaben von Kraus gibt es noch keine "konkrete Motivlage". Der Mann sei bisher strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten, sagte Titz. Die Mutter der getöteten Kinder sei nach der Festnahme informiert worden.

 Die elf Jahre alte Sharon und ihre acht Jahre alte Schwester Chiara waren in der Nacht zum 24. März in ihren Kinderzimmern ermordet worden. Die Mutter hatte die leblosen Kinder entdeckt, als sie von der Arbeit in einer Gaststätte nach Hause kam.

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