Ortsdurchfahrt Dolberg wird zu Nadelöhr
Die Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 61 in Dolberg wird auf rund 600 Metern Länge umgestaltet. Das Abwasserwerk führt Kanalbauarbeiten aus, die Stadtwerke verlegen Versorgungsleitungen und der Landesbetrieb NRW übernimmt den Straßenbau inklusive Kreisverkehr.

Kernstück der Maßnahme ist ein Kreisverkehr, der die bisherige Einmündung der Uentroper Straße ersetzen und das gegenüberliegende Grundstück an die Bundesstraße anbinden wird. Die Bauzeit werde circa zehn Monate dauern, sagte gestern Bernd Döding, Leiter des Fachbereichs Ahlener Umweltbetriebe, dem „Ahlener Tageblatt“. Das Bauvorhaben – geschätzte Gesamtkosten rund 1,9 Millionen Euro – ist in diesen Tagen öffentlich ausgeschrieben worden. Sie ist in drei Lose, Straßenbau, Kanalbau und Versorgungsarbeiten, aufgeteilt, diese werden jedoch nicht einzeln vergeben. Bis zum 10. September könnten die Angebotsunterlagen bei der Stadt angefordert werden, heißt es in der Ausschreibung, am 16. September sei der Submissionstermin. Danach würden die Angebote geprüft, erklärte Döding. Der Zuschlag soll Ende Oktober erteilt werden und anschließend möglichst rasch der Baubeginn erfolgen.

Als Ausführungszeitraum ist Oktober 2014 bis September 2015 angegeben. Die eigentliche Bauzeit hänge aber auch vom bevorstehenden Winterwetter ab. In Absprache mit Straßen NRW sei die Umgestaltung der Heessener/Alleestraße zeitlich etwas verschoben worden, weil die Bundesstraße 475 zwischen Lippborg und Beckum noch gesperrt war. Der Umleitungsverkehr rollte daher monatelang durch das Lambertidorf (das „AT“ berichtete). Überdies hatte es in den vergangenen Monaten noch Änderungen an den Planungen gegeben. So seien beispielsweise aufgrund von Anregungen der Durchmesser und die Lage des Kreisverkehrs vergrößert und geändert worden, sagte Bernd Döding.

Künftig wird es auf der 600 Meter langen Strecke zwischen Tiefenbach im Westen und Einmündung Lange Wand vier Querungshilfen geben. Zu den bereits bestehenden kommen vor und hinter dem Kreisverkehr zwei hinzu. Die Uentroper Straße kann weiterhin über eine Mittelinsel überquert werden, ebenso die gegenüberliegende Zufahrt zu dem Grundstück, auf dem ein Rewe-Markt entstehen soll. Aufgegeben wird jedoch die Fußgängerampel in Höhe der Gaststätte Zum Pöttenkamp.

Auf der Fahrbahn werden in beide Richtungen Fahrradstreifen angelegt, die mit dem Fahrradpiktogramm markiert werden, um die Sicherheit von Radlern zu erhöhen. Hätte man Radwege auf dem Hochbord geplant, wäre die Fahrbahn zu schmal geworden, erklärte Döding. Eng dürfte es während der Bauphase werden: Die Arbeiten würden unter laufendem Verkehr durchgeführt und die Straße dafür halbseitig gesperrt. Und eine Umfahrung der Baustelle werde kaum möglich sein, so Döding.

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