Prozesse um tödliche Ehestreitereien
Die Landgerichte in Münster und Bielefeld müssen sich heute mit Fällen von Auseinandersetzungen mit tödlichem Ausgang zwischen Eheleuten beschäftigen. 

 Die Staatsanwaltschaft in Münster wirft der 46-jährigen Frau vor, im August 2016 ihren Mann erstochen zu haben. Die Beschuldigte gilt als psychisch schwer krank. Bei dem Streit soll sie sich in einem psychotischen Zustand befunden und ihren Mann als Bedrohung empfunden haben.

Laut Staatsanwaltschaft war ihre Schuldfähigkeit daher möglicherweise komplett aufgehoben. Im Prozess vor dem Schwurgericht Münster geht es deshalb nicht um eine Bestrafung wegen Totschlags, sondern allein um die Frage, ob die Frau für unbestimmte Zeit in eine geschlossene psychiatrische Klinik eingewiesen werden muss.

 Nach tödlichen Schüssen auf seine Ex-Frau muss sich  der 53-Jährige vor dem Landgericht Bielefeld verantworten. Die Staatsanwalt hat den Mann aus Bad Oeynhausen wegen Mordes angeklagt. Der Mann soll im September 2016 die von ihm getrennt lebende zweifache Mutter mit einem Schrotgewehr in ihrem Auto erschossen haben. Der Grund: Eifersucht.

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe und gibt an, während der Tat auf der Fahrt zu einem Kunden gewesen zu sein. Die Anklage stützt sich auf Indizien. So wurden in der Nähe des Tatortes eine Gewehrhülle sowie Patronen-Hülsen und Kleidung mit DNA-Spuren des Angeklagten gefunden. Angesetzt sind bis zum 9. Mai acht Verhandlungstage.

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