Rainer Gellermann (FDP)

Name: Rainer Gellermann

Alter: 35

Beruf: Versicherungsmakler

Partei: FDP

Wahlkreis: 95, Gütersloh II (Gütersloh, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz)

Familienstand: verheiratet

Kinder: -

Wohnort: Gütersloh

Politische Schwerpunkte: Infrastruktur, Digitalisierung, Bildung, Bürokratieabbau

Politisches Vorbild und warum: Hans-Dietrich Genscher, Gründer der GSG9, Wiedervereinigung

Ziele der Landespolitik: Investieren für eine stabile Wirtschaft und breiten Wohlstand

Ehrenämter: Schützenverein St. Hubertus Avenwedde-Friedrichsdorf

Hobbys: Kochen und Heimwerken

Lebensmotto: Ein Mann ein Wort

Stärken/Schwächen: Stärken: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Fairness; Schwächen: Manchmal bin ich unaufmerksam, zu selbstkritisch und gönne oft mir selbst wenig.

Lieblings…

… Gericht: Forelle Müllerin mit Kartöffelkes, Spargel, italienische Küche und die deftige bayerische Küche

… Musik: Guns n’ Roses, Housemusic, Michael Jackson

… Kinofilm: Das Streben nach Glück

... Urlaubsziel: Oberstdorf

… Literatur: Dale Carnegie

… Webadresse: fdp-gellermann.de

Wie können Sie am besten entspannen?

Im Garten und beim Kochen sowie in der Sauna.

Wie soll es mit der Inklusion an Schulen im Land weitergehen?

Wir müssten die Inklusion erst einmal zurückfahren. Nicht jede Regelschule ist darauf vorbereitet, deshalb müssen hierfür Schwerpunktschulen gebildet werden. Wir stehen für den Erhalt der Förderschulen, damit es weiterhin Wahlfreiheit gibt. Die Regelschulen benötigen die erforderlichen baulichen Maßnahmen sowie ausgebildete Lehrkräfte.

Sind Sie für das Abitur nach acht oder nach neun Jahren?

Die Qualität der gymnasialen Bildung steht für uns im Zentrum aller Überlegungen zu G8/G9. Ich möchte G8 so gut machen, dass sich die Frage nicht mehr stellen muss. Darüber hinaus stehe ich für Selbstbestimmung. Schulen und Eltern können am besten entscheiden, welcher Weg für die Kinder der Richtige ist.

Wie stehen Sie zu dem neuen Landesjagdgesetz?

Ablehnend. Wir haben gut ausgebildete Jäger, die oft im Ehrenamt für einen ausgewogenen Tierbestand in unseren Wäldern sorgen. Regeln sind zwar erforderlich, aber ich warne vor Überregulierungen, denn an Rhein und Ruhr stehen andere Herausforderungen an Jäger im Vordergrund, als in OWL.

Halten Sie den Kommunalsoli, der viele Kommunen im Kreis Gütersloh stark belastet, für gerechtfertigt?

Ich halte ihn weiterhin für ungerecht, da damit Kommunen, die gut wirtschaften, bestraft werden. Dass einige Nehmer-Kommunen heute besser dastehen, hat mit der Niedrigzinspolitik der EZB zu tun und ist kein Erfolg der Landesregierung.

Wie bewerten Sie den neuen Landesentwicklungsplan?

Für mich ist der Landesentwicklungsplan eine nicht akzeptable Einschränkung der kommunalen Planungshoheit. Er erschwert die eigenverantwortliche Entwicklung der Kommunen in massivster Weise. Das lebenswerte, innovative und mittelständisch geprägte OWL wird erheblich benachteiligt. Die Besonderheiten und Stärken der Region kommen dabei zu kurz und werden nicht gefördert.

Braucht das Land mehr Polizisten und diese eine bessere Ausrüstung?

Ja, auf jeden Fall. In den letzten Jahren wurden im Kreis Gütersloh Stellen bei der Polizei reduziert. Wir müssen mehr Beamte einstellen, die gut ausgestattet sind. Hierzu gehören eine Aufstockung des Fuhrparks und natürlich die beste Ausstattung zum Selbstschutz. Weiter geht es bei den Polizeiwachen – hier muss eine erstklassige Digitalisierung und Austausch zwischen Kreis-, Landes-, und Bundespolizei vorhanden sein.

Wo sehen Sie Sparmöglichkeiten im Landesetat?

Die Landesregierung bekommt das Missmanagement beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) nicht in den Griff - Kostensteigerung der FH Bielefeld von 100 Millionen Euro oder dem Polizeipräsidium Düsseldorf von 150 Millionen Euro, usw. Der BLB muss vor Baubeginn belastbare Leistungsbeschreibungen und Kostenberechnungen vornehmen und diese dann auch verbindlich einhalten. Die Landesregierung hat keine stellenscharfe Bedarfsanalyse vorgelegt, die die Notwendigkeit von 300 zusätzlichen Stellen im Umweltministerium rechtfertigt. Diese einseitige Privilegierung des Umweltressorts muss beendet werden.

Wie sollte das Land sozialen Wohnungsbau fördern?

Wir haben insgesamt zu wenig bezahlbaren Wohnraum. Familien, Alte, Menschen mit besonderem Förderbedarf und sozial schwache Menschen sind vom Wohnraummangel betroffen. In Gütersloh wurden in den letzten Jahren überwiegend höherpreisige Wohnungen gebaut, und die Immobilienpreise sind explodiert. Was wir brauchen, ist die Ausweisung weiterer Baugebiete. Der Staat, der an den gestiegen Preisen über die Grunderwerbsteuer kräftig mitverdient hat, muss Förderprogramme auflegen. Und das nicht erst in zwei oder fünf Jahren, sondern sofort.

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