Schilf als Laichplatz für Hechte
Bild: Bojak
Mit einem Zaun ist der neu angelegte Schilfstreifen gesichert worden. Hechte sollen dort bei entsprechendem Wasserstand die Möglichkeit zum Laichen finden.
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Deshalb wurde am Mittwoch der Wasserspiegel in dem kleinen See abgesenkt. Zahlreiche Spaziergänger hätten schon beim Grünflächenamt nachgefragt, der Teich so leer sei, berichtete Winkler. Die Schilfpflanzen sollen die Wasserqualität verbessern – und eben den fünf Hechten, die seit gut 20 Jahren im Teich leben, die Möglichkeit zum Ablaichen bieten. „Im See leben hauptsächlich Plötzen“, erklärt Winkler. Vor mehr als 20 Jahren seien es rund 700 gewesen. „Eindeutig zuviel.“ Deshalb habe der Fachbereich Grünflächen sechs Hechte in den Teich gesetzt. Die Raubfische sollten die Zahl der Plötzen (Weißfische) reduzieren. „Einen Hecht hat uns ein Angler aus dem Teich geholt“, erzählte Bernd Winkler schmunzelnd. Spaziergänger hätten noch gesehen, wie der Mann mit dem Fisch auf einem Fahrrad Richtung Verler Straße geflüchtet sei.

Maschendraht-Zaun zur Enten-Abwehr

Die restlichen fünf Hechte hätten in den vergangenen zwei Jahrzehnten aber ordentliche Arbeit geleistet. „Der Bestand der Weißfische hat sich halbiert“, sagt Winkler. „Es sind trotzdem immer noch zu viele.“ Nur die Raubfische hätten sich nicht vermehrt. Es sind immer noch fünf. Damit sich das bald ändert, steht ihnen jetzt der rund 40 Meter lange Schilfabschnitt im Uferbereich als Laichplatz zur Verfügung. „Wir haben das Areal mit Maschendraht gesichert, damit die Pflanzen nicht von den Enten auf dem Teich geräubert werden“, ergänzt Winkler. Rund anderthalb Jahre benötige das Schilf, um seine endgültige Höhe zu erreichen. Zurzeit sind die Pflanzen etwa 50 Zentimeter hoch. Das Wasser aus der Dalke laufe inzwischen wieder ein, sagt Winkler. „Bald ist Ibrüggers Teich wieder normal gefüllt.“

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