Stahlwände sollen Pazifik schützen
Beim Atomkraftwerks-Betreiber Tepco jagt in Fukushima derzeit ein Krisengespräch das nächste.

 Im 180 Kilometer nördlich gelegenen Kernkraftwerk Onagawa blieb die Lage ruhig. Dort war beim Nachbeben der Stärke 7,1 verseuchtes Wasser übergeschwappt. Nach den bisher heftigsten Erdstößen seit dem Mega-Beben vom 11. März sind noch immer fast 270 000 Haushalte im Nordosten Japans ohne Strom.

Strahlung im Meerwaaser steigt

Wie der staatliche Nachrichtensender NHK unter Berufung auf den Kraftwerksbetreiber berichtete, ging die Strahlung im Meerwasser vor Fukushima zuletzt wieder deutlich nach oben. In Proben vom Donnerstag war die Jod-Belastung demnach um das 2800-Fache erhöht. Einen Tag zuvor hatte die Strahlung die zulässigen Werte um das 1000-Fache überschritten. Tagelang war aus Block 2 eine hochgiftige Brühe unkontrolliert in den Ozean geströmt - bis das Leck nach mehreren gescheiterten Versuchen endlich gestopft werden konnte. Doch die Sorge um den Pazifik blieb.

Mit sieben Stahlplatten will der Energiekonzern Tepco nun die Meerwasser-Ansaugleitung an dem Meiler umschließen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Der Zulauf war schon vor der Katastrophe vom 11. März zwecks Wartungsarbeiten mit Stahlplatten verschlossen worden. Der Tsunami spülte sie aber weg. Auf 120 Metern plant Tepco nun zudem eine Barriere aus Schlamm. Zunächst blieb offen, ob die Sperren am Ufer oder direkt im Meer errichtet werden sollen.

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