Standort für Gefängnis-Neubau steht fest
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Rotes Licht zeigt eine Ampel vor der maroden Justizvollzugsanstalt (JVA) in Münster. Jetzt hat das Land NRW ein Grundstück für einen Gefängnis-Neubau in Münster erworben. 
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Wo genau das Areal liegt, darüber hat das Land mit dem Grundstücksverkäufer noch so lange Stillschweigen vereinbart, bis sämtliche rechtlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag abschließend geklärt sind. Das hat Markus Vieth, BLB-Niederlassungsleiter in Münster, deutlich gemacht.

 Für den Gefängnis-Neubau als Ersatz für die marode JVA Münster hatte das Land NRW schon seit längerem ein ausreichend großes Grundstück gesucht, das maximal 10,5 Kilometer vom Land- und Amtsgericht Münster entfernt liegt. Der JVA-Neubau in Münster soll über insgesamt 640 Haftplätze im geschlossenen Vollzug verfügen.

„Im Rahmen einer Standortanalyse haben wir alle zur Verfügung stehenden Flächen anhand eines umfassenden Anforderungskatalogs unter die Lupe genommen“, erläuterte Vieth. Dabei habe der BLB die besonderen Anforderungen des Justizvollzugs, aber auch städtebauliche und ökologische Gesichtspunkte berücksichtigen müssen. „Jetzt haben wir das geeignete Grundstück für den Bau der neuen JVA erwerben können,“ freute sich der BLB-Niederlassungsleiter. Die Beurkundung des Grundstücksankaufs sei aber nur der erste Schritt auf dem Weg zu einem neuen Gefängnis in Münster, sagte Vieth. Zunächst müsse der BLB-Verwaltungsrat dem Kaufvertrag noch zustimmen.

Oberbürgermeister Markus Lewe sprach von einer „guten Nachricht“. Das Projekt stärke den Justizstandort Münster. Zugleich eröffne es die Chance, den bisherigen JVA-Standort städtebaulich aufzuwerten.

Das alte Gefängnis in Münster war im Juli 2016 fast vollständig geräumt worden, weil das denkmalgeschützte Gebäude zum Teil als einsturzgefährdet eingestuft wurde.

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