Staubsauger-Brummen statt Halleluja
Bild: Husmann
Großputz in der Kirche: Dabei machten am Mittwochnachmittag (v.l.) Manfred Bücker, Katarina Panitz, Maria Tegelkämper,  Dieter und Gisela Hartmann, Olaf Funke, Theresa Kubischok, Rita Kaschel, Maria Voß, Josef Kubischok, Elisabeth Voß und Caroline Holtzer fleißig mit.
Bild: Husmann

Mittlerweile hat sich eine feste Gruppe gefunden, doch die freut sich auch jedes Mal über neue Gesichter. Am Mittwoch war das Caroline Holtzer. Die Schülerin und aktive Messdienerin nahm zum ersten Mal teil und staubte geduldig die Gedenkkreuze für die Gefallenen der Weltkriege ab. Mittendrin im Geschehen auch die beiden Küsterinnen Elisabeth Voß und Rita Kaschel. Sie haben den Kirchengroßputz vor etlichen Jahren ins Leben gerufen. Rita Kaschel hatte im Urlaub eine ähnliche Aktion gesehen und brachte die Idee mit zurück nach Wadersloh. Vier Stunden in der Woche reinigt Katarina Panitz die Kirche, doch ein so gründliches Großreinemachen wie am Mittwoch kann die Putzfrau in diesem Zeitfenster und vor allem allein nicht liefern. Beim gemeinschaftlichen Säubern half sie daher gerne mit und freute sich über die Gesellschaft. Jede Bank im Kirchenschiff wurde von den fleißigen Helfern sorgfältig abgewaschen. Beim Entfernen der Sitzauflagen mussten die Rutschstopper vielfach geglättet werden. „Die Leute sind während der Messe offenbar ziemlich unruhig“, stellte die ehrenamtliche Putzkolonne mit einem Schmunzeln fest. Vor allem Männer sind bei der Aktion gerne gesehen. Für sie geht es auf mitgebrachten Leitern auch ein bisschen in die Höhe – Bernhard Tegelkämper nahm sich unter anderem die Fenstersimse vor und trug dabei im Eifer des Gefechts auch eine Beule am Kopf davon. Später stand er mit Diakon Martin Voß auf einer speziellen Konstruktion, um den Hochaltar zu reinigen. Auch in der Sakristei wurde gründlich Staub gewischt, und Spinnweben hatten keine Chance. „Wir versuchen, in etwa zweieinhalb Stunden fertig zu sein. Dann reicht es aber auch“, sagte Küsterin Rita Kaschel. Als Dankeschön spendierte die Pfarrei St. Margareta allen zum Abschluss eine Pizza. Die schmeckte nach getaner Arbeit besonders gut. Jetzt kann in einer blitzsauberen Kirche wieder gesungen und gebetet werden.

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