Stromkonzerne drehen Geldhahn zu
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Die Bundesregierung hat gelassen auf den Zahlungsstopp der vier großen Stromkonzerne an den Fonds zur Förderung regenerativer Energien reagiert.

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Die Regierung reagiert gelassen. Derweil einigten sich das Umwelt- und das Wirtschaftsministerium auf ein Sechs-Punkte-Papier für eine beschleunigte Energiewende - im Zentrum steht die Windkraft. Spitzenpolitiker der Koalition betonten den Willen zu einem raschen Atomausstieg, warnten aber vor überhasteten Schritten. RWE hatte Ende März Klage gegen die Abschaltung seines hessischen AKW Biblis A eingereicht. Einen Beschluss der Energiewirtschaft, mit dem unter bestimmten Voraussetzungen ein Atomausstieg bis 2020 angepeilt wird, trugen RWE und Eon am Freitag nicht mit.

Den Zahlungsstopp teilten die großen Stromunternehmen der Bundesregierung am Freitag telefonisch mit. Regierungskreise bestätigten das am Samstag. Die Konzerne begründeten ihren Schritt mit der Bindung der Zahlungen an die 2010 vereinbarte Laufzeitverlängerung für die Meiler. Die Bundesregierung hat diese Verlängerung nach der Atomkatastrophe von Japan bis Mitte Juni ausgesetzt.

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