Suche nach Wegen aus der Libyen-Krise
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In der Rebellenhochburg Bengasi betrachtet ein Bürger am Montag Fotos von getöteten und vermissten Personen der libyschen Opposition.
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Der Gastgeber, Großbritanniens Außenminister William Hague, hat ferner UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sowie Vertreter von Arabischer Liga und Afrikanischer Union geladen. Zum Abschluss des Treffens soll es ein gemeinsames Kommuniqué geben.

Unklar war bis zuletzt, ob auch Vertreter der libyschen Opposition an dem Treffen teilnehmen werden. Das Außenministerium in London hatte die Opposition bereits als legitimierten politischen Partner bezeichnet.

Kurz vor dem Treffen legten Großbritanniens Premierminister David Cameron und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy ein gemeinsames Papier vor. Darin wird ein „Neuanfang“ in Libyen propagiert. Die Anhänger von Muammar al-Gaddafi werden darin aufgefordert, sich von dem Machthaber zu lösen.

Vormarsch der libyschen Oppositionstruppen vor Sirte gestoppt

Unterdessen ist der Vormarsch der libyschen Rebellen am Montag trotz militärischer Hilfe aus der Luft ins Stocken geraten. Nach Einnahme aller strategisch wichtigen Öl-Häfen im Osten stießen die Aufständischen am Montag vor der Stadt Sirte auf Widerstand der Regierungstruppen.

Sirte ist die Heimatstadt von Machthaber Muammar al-Gaddafi und liegt auf halbem Weg zwischen der Rebellenhochburg Bengasi und der Hauptstadt Tripolis. Ohne Luftangriffe der internationalen Allianz dürfte die Stadt nur schwer zu erobern sein.

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