Wahl im kleinsten Bundesland Bremen
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Das Wahrzeichen Bremens, die Statue des Roland, auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Bremen. Am Sonntag  sind die Bremer aufgerufen, ein neues Landesparlament zu wählen.
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498 000 Bremer sind aufgerufen, sich an der fünften Landtagswahl in diesem Jahr zu beteiligen. Nach Hamburg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist der Zwei-Städte-Staat das fünfte Bundesland im Superwahljahr 2011, in dem die Bürger über ein neues Parlament entscheiden. Seit 2007 wird der Stadtstaat von einer rot-grünen Koalition regiert. Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) und seine Stellvertreterin, Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne), wollen das Bündnis auch nach der Wahl fortsetzen.

Wahlrechtsalter bei 16 Jahren

Gewählt wird nach einem neuen Wahlrecht. Jeder Wähler darf fünf Stimmen vergeben. Als erstes Bundesland hat Bremen zudem das aktive Wahlrechtsalter auf 16 Jahre gesenkt. Die Bürgerschaft wird über zwei getrennte Listen in Bremen und Bremerhaven gewählt. Für den Einzug ins Parlament reicht es, in einem der beiden Wahlbereiche über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen. Derzeit sind SPD, CDU, Grüne, FDP, Linke und „Bürger in Wut“ (BIW) in der Bürgerschaft vertreten.

Grüne könnten CDU überflügeln

Für die Wahl sagen Meinungsforschungsinstitute einen Sieg der SPD voraus. Die Grünen könnten demnach erstmals vor der CDU zweitstärkste Partei in Bremen werden. Die FDP muss um den Einzug in die Bürgerschaft bangen. Die Linke könnte den Wiedereinzug schaffen. Mit dem vorläufigen Endergebnis wird wegen der aufwendigen Auszählung erst am Mittwoch gerechnet.

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