Woche 6: Strecke ans Wetter anpassen
Foto: Borgmann
Bei sonnigen Temperaturen führt die Strecke von Martin Antusch nach ein paar Schritten sofort in den Wald.
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„Ungeübte sollten bei Hitze lieber aufs Training verzichten, höchstens aber sehr verhalten laufen, es also nicht mit dem Tempo übertreiben“, sagt Martin Antusch vom LV Oelde. Für seinen Trainerkollegen Dietmar Sander von der LG Burg Wiedenbrück ist bei 30 Grad die absolute Schmerzgrenze erreicht.

Ansprechende Streckenwahl

Auch die Wahl der Strecke hat einen Einfluss darauf, wie man sich fühlt: Spricht einen der Weg an, schafft man sein Pensum leichter. Für Anfänger wählt Antusch ebene, barrierefreie Waldwege, wo es möglichst keine Stolperfallen gibt. Vom Laufen auf der Straße rät er dagegen ab: „Der Boden sollte schon weich sein.“ Der Trainer empfiehlt generell, einen anderen über die geplante Strecke zu informieren, wenn man allein unterwegs ist.

Möglichkeit zur Abkürzung

Schattenspendende Bäume würde auch Sander bei warmen Temperaturen bevorzugen. „Im Idealfall liegen sie nicht weit weg von zu Hause, dass man das Training verkürzen kann.“ Bei der Laufstrecke setzt er auf wechselnden Untergrund. „Wenn Asphalt, dann mit Waldboden kombinieren. Das fördert die Fußmuskulatur“, sagt er. In manchen Parks seien Finnbahnen vorhanden.

Erst laufen, dann frühstücken

Wenn man morgens startet, empfiehlt Sander, nicht direkt nach dem Frühstück zu laufen. „Mit vollem Magen läuft es sich überhaupt nicht gut.“ Eine Gefahr im Wald darf man nicht unterschätzen: den Eichenprozessionsspinner. „Viele klagen bei uns über Juckreiz und Pusteln“, sagt Antusch. „Heiß Duschen soll dagegen helfen.“

Bei Gewitter Schutz suchen

Bei Schwüle oder der Gefahr von Blitz und Donner gelten andere Grundsätze. „Bei Gewitter sollte man nicht raus. Im Idealfall gibt es auf der Strecke eine Möglichkeit, um unterwegs Schutz zu suchen“, sagt Martin Antusch. Wenn es früher dunkel wird, zieht es beide Trainer nicht in den Wald. „Auch wenn man eine Stirnlampe hat“, sagt Dietmar Sander. Im Winter kommen dann auch noch Eis oder Schneeglätte hinzu. Dann sollte man das Training auf beleuchtete und ebene Wege verlegen. Das ganze Jahr über bietet sich der Sportplatz als Trainings-Alternative an. „Wenn man ein paar Aufwärmübungen machen möchte, ist das ideal“, sagt er. Ein Langstreckentraining auf der Bahn sei dagegen wenig abwechslungsreich.

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