Baerbock will mehr Geld für Schulen



Die Kanzlerkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Annalena Baerbock, hält beim Wahlkampf eine Rede. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild DPA

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Grünen möchten mehr Geld in Grundschulen und in Bildungsstätten sozial benachteiligter Viertel investieren. Hier benötigten die Kinder die meiste Unterstützung, sagte Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock am Freitag beim offiziellen Wahlkampfabschluss der Partei in Düsseldorf. «Diese Wahl ist auch eine Generationenwahl», betonte Baerbock unter dem Jubel ihrer Zuhörer - nach Parteiangaben bis zu 4500. Jetzt gehe es darum, Kinder und Familien in den Mittelpunkt zu stellen. Niemand dürfe sich mit dem Argument «Bildung ist Ländersache» wegducken. Dafür sei keine Zeit mehr.

«Diese Wahl ist auch eine Wahl für einen echten Aufbruch in der Sozialpolitik», sagte die Grünen-Vorsitzende. Dazu gehörten faire Löhne und eine 35-Stunden-Woche für Pflegekräfte sowie ein Gesundheitssystem, das nicht auf Profitmaximierung ausgerichtet sei, sondern auf Vorsorge. Baerbock wiederholte die Forderung nach einer Grundsicherung für Kinder, die sich schließlich nicht allein aus Hartz-IV befreien könnten.

Neuerdings spreche davon auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, sagte die Grüne. Dann stellte sie die Frage: «Wo wart Ihr Sozialdemokraten, als die Kinder und Jugendlichen Euch brauchten?» Die SPD habe in all ihren Regierungsjahren nicht dafür gesorgt. Weiter sagte sie: «In unserem Land steckt so viel Kraft, in unserem Land steckt so eine Solidarität. Und so wie die Menschen in der Pandemie über sich hinausgewachsen sind, muss jetzt auch Politik über sich hinauswachsen.»

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