Geringe Nachfrage nach Nikolaus-Darstellern: Notfalls Video



Düsseldorf (dpa/lnw) - In diesem Jahr ist die Nachfrage nach professionellen Nikolaus-Darstellern gering. Die «Nikolaus-Zentrale» in Münster verzeichnete einen Rückgang der Anfragen nach Nikoläusen und Weihnachsmännern um 80 Prozent. «Es gibt zwar mehr Buchungen als letztes Jahr. Aber das ist gar kein Vergleich zu den Zeiten vor Corona», erklärte der Leiter Winfried Keuthage. Er selbst hat sich als Nikolaus vorgenommen, Kinder in diesem Jahr nur an der frischen Luft zu besuchen. Verschärfe sich die Corona-Situation weiter, möchte er auch digitale Besuche anbieten - dann komme der Nikolaus eben per Videoschalte.

Auch Nikolaus-Darsteller Stefan Dößereck ist enttäuscht über «erschreckend wenig Anfragen» in seinem Netzwerk «Der Weihnachtsmannservice». Da viele Weihnachtsfeiern kurzfristig abgesagt wurden, musste Dößereck bereits einige Stornierungen entgegennehmen.

Neben den vereinzelten Buchungen am Nikolaus-Wochenende tritt Dößereck auch auf einem Weihnachtsmarkt in Köln auf. In diesem Jahr ist er nicht nur doppelt geimpft, sondern auch mit doppeltem Mund-Nasenschutz ausgerüstet: «Ich trage eine Maske unter dem Bart und eine Maske darüber», erklärte er. Dößereck wünscht sich, dass die Märkte weiterhin geöffnet bleiben: «Ich freue mich über jedes einzelne Kind, dass ich zum Strahlen bringe. Der Weihnachtsmann ist systemrelevant, finde ich.»

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