Neue NRW-Verkehrsministerin: Kein Schnellrezept gegen Staus



Ina Brandes (CDU), neue Verkehrsministerin von Nordrhein-Westfalen, gibt im Anschluss an die Kabinettssitzung im Ständehaus K21 eine Pressekonferenz. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa DPA

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die neue nordrhein-westfälische Verkehrsministerin Ina Brandes (CDU) kann den Menschen keine Hoffnungen auf eine rasche Reduzierung der Staus im bevölkerungsreichsten Bundesland machen. «Da gibt es keine schnellen Antworten und Lösungen», sagte die Infrastruktur-Expertin am Donnerstag nach ihrer Ernennung in Düsseldorf. «Ich kann keine Hoffnungen machen, dass ich das in den nächsten vier Wochen lösen werde.» Die Mobilität in NRW solle aber weiterhin vielseitig aufgestellt werden, um den Verkehr zu entzerren. Sie wolle ihr Möglichstes tun, den Menschen die Mobilität zu erleichtern.

Der neue nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hatte Brandes am Donnerstag zur neuen Verkehrsministerin ernannt. Das Ressort hatte Wüst zuvor selbst geleitet. Brandes sagte, Wüst habe sie erst am Dienstag angerufen und gefragt, ob sie das Amt antreten wolle. Sie habe «selbstverständlich» zugesagt.

Die in Dortmund geborene Brandes, die seit vielen Jahren CDU-Mitglied ist, war zwischen 2011 und Ende 2020 Sprecherin der Geschäftsführung des schwedischen Planungskonzerns Sweco. Wegen des Wettbewerbsverbots sei sie danach noch bei Sweco angestellt gewesen und habe ein Fernstudium in Schriftstellerei begonnen. Dies habe sie wegen ihrer überraschenden Ernennung zur Ministerin nun nicht mehr beenden können.

Bisher lebte Brandes mit ihrem Mann in Niedersachsen. Sie werde ihren ersten Wohnsitz aber nun nach Düsseldorf verlegen. Brandes bezeichnete sich als «überzeugte Fußgängerin». Ihre persönliche Reihenfolge der Fortbewegungsmittel: «Fuß, Fahrrad, Bahn, Auto.»

Wüst bezeichnete Brandes als «absolute Fachfrau», die die Landespolitik auch aus ihrer eigenen Erfahrung in Niedersachsen kenne. Sie bringe zudem «unternehmerische Expertise und «Management-Kompetenzen» mit in ihr neues Ressort. Daher sei sie «die beste Besetzung».

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