Rechtsanwalt kassiert Haftstrafe und Berufsverbot



Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild DPA

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein Rechtsanwalt ist in Düsseldorf zu mehr als zwei Jahren Gefängnishaft und zwei Jahren Berufsverbot verurteilt worden. Er hatte gegen das Urteil des Amtsgerichts, das eine Bewährungsstrafe gegen ihn verhängt hatte, Rechtsmittel eingelegt.

Am Landgericht ging dies am Mittwoch nach hinten los: Das Gericht erhöhte die Strafe wegen Betrugs, Untreue und versuchter Erpressung von 16 auf 28 Monate, womit eine Aussetzung zur Bewährung ausgeschlossen ist.

Die Richter verhängten gegen den 40-Jährigen zudem ein zweijähriges Berufsverbot. Der Anwalt hatte mehrfach Geld von Mandanten und deren Strafzahlungen für private Zwecke veruntreut. Einem Mandanten drohte deshalb sogar Gefängnis.

Der Jurist mit Kanzlei auf der Düsseldorfer Königsallee muss sich in weitereren Strafverfahren verantworten. Ihm werden unter anderem Betrug, Geldfälschung und Terrorfinanzierung vorgeworfen.

So soll er eine Mandantin um die Erstattung eines Unfallschadens in Höhe von 2500 Euro geprellt - und eine Hotel-Übernachtung mit fünf gefälschten 20-Euro-Scheinen bezahlt haben.

In einem weiteren Verfahren wird dem Juristen Terrorfinanzierung vorgeworfen. Er soll das Spendenkonto eines islamistischen Hilfswerks geführt und dabei rund 200.000 Euro privat abgezweigt haben.

Das Urteil vom Mittwoch ist noch nicht rechtskräftig. Am Donnerstag sitzt der 40-Jährige wieder auf der Anklagebank. Diesmal wieder vor dem Amtsgericht - wegen Betrugs und Geldfälschung.

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