+++ Live-Ticker zur Euro-Schuldenkrise +++

Berlin/Cannes/Athen (dpa) - Live-Ticker zur Euro-Schuldenkrise, zu den Entwicklungen in Griechenland und zum G20-Gipfel:

[22:04] +++ Papandreou: «Ich klebe nicht an irgendeinem Stuhl»

Griechenlands Regierungschef Papandreou signalisierte am Abend unter bestimmten Umständen seine Bereitschaft zum Rückzug. «Ich klebe nicht an irgendeinem Stuhl», sagte Papandreou im Parlament. «Ich will nicht unbedingt wieder gewählt werden.» Papandreou warf Oppositionsführer Samaras aber vor, Forderungen zu stellen, die nicht sofort umsetzbar seien. Das Land könne nicht so einfach auf Anhieb ohne Regierung bleiben. «Haben wir etwa eine Regierung parat hier vor der Tür?», fragte Papandreou.

[19:31] +++ Oppositionschef Samaras fordert Rücktritt Papandreous +++

Die Bemühungen für eine schnelle Lösung der politischen Krise in Griechenland haben einen Rückschlag erlitten. Oppositionschef Antonis Samaras forderte bei einer Rede im Parlament den Rücktritt von Ministerpräsident Giorgos Papandreou. Danach könne es eine Übergangsregierung in Griechenland geben.

[19:21] +++ Sarkozy ermahnt Berlusconi zum Handeln +++

«Er weiß selbst, dass es darum geht, das (Reform- und Spar-)Paket nun umzusetzen», sagte Sarkozy beim G20-Gipfel in Richtung des italienischen Premiers. «Ich habe Vertrauen in die italienische Wirtschaft», sagte Sarkozy. In diesem Zusammenhang erwähnte er allerdings Berlusconi nicht.

[19:14] +++ Merkel hält Druck auf Griechenland aufrecht +++

«Für uns zählen Taten, nichts anderes», sagte Merkel mit Blick auf den Machtwechsel in Athen. Das Land müsse die Reform- und Spar-Beschlüsse des EU-Gipfels vom 27. Oktober rasch umsetzen. Es sei derzeit aber nicht ersichtlich, wie das passieren könne.

[18:55] +++ Papandreou begrüßt Haltung der Opposition +++

Der griechische Ministerpräsident Papandreou ist erleichtert über die Bereitschaft der konservativen Partei Nea Dimokratia (ND), dem neuen Hilfsprogramm für Griechenland zuzustimmen.

[18:45] +++ Finanztransaktionssteuer kommt vorerst nicht +++

Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) bleiben im Kampf gegen gefährliche Spekulationsgeschäfte zerstritten. Nach ersten Entwürfen für die Abschlusserklärung des G20-Gipfels ist die französische G20-Präsidentschaft mit ihren Bemühungen um die Einführung einer globalen Finanztransaktionssteuer gescheitert. Schattenbanken soll es allerdings an den Kragen gehen.

[18:24] +++ Merkel hält Druck auf Griechenland aufrecht +++

Bundeskanzlerin Merkel macht in der Griechenland-Krise weiter Druck. «Für uns zählen Taten, nichts anderes», sagte Merkel mit Blick auf den Machtwechsel in Athen. Das Land müsse die Reform- und Spar-Beschlüsse des EU-Gipfels vom 27. Oktober umsetzen. Es sei derzeit nicht ersichtlich, wie das passieren könne.

[17:50] +++ Dax steigt kräftig +++

Die Absage des Referendums in Griechenland hat dem Dax am Donnerstag nach einer Berg- und Talfahrt zuletzt kräftigen Auftrieb gegeben. Mit plus 2,81 Prozent bei 6133,18 Punkten beendete das Börsenbarometer den Handelstag.

[17:37] +++ Papandreou begrüßt Haltung der Nea Dimokratia +++

Papandreou hat die Bereitschaft der konservativen Partei Nea Dimokratia (ND) begrüßt, dem neuen Hilfsprogramm für Griechenland zuzustimmen. «Wir werden jetzt verhandeln, um zu sehen ob unsere Kooperation fortgesetzt werden kann», sagte Papandreou. Der einzige Weg damit Griechenland im Euroland bleibt, sei die Einhaltung der Vereinbarungen mit den Partnern in der EU. «Jetzt geht es darum das Geleistete nicht zu verlieren.» Er würdigte die Geduld der Menschen in Griechenland, die bislang «große Opfer» gebracht haben.

[17:02] +++ Dax baut Gewinne wieder aus +++

Der Dax hat am Nachmittag seine Gewinne wieder ausgebaut und ist zuletzt um 2,70 Prozent auf 6126,76 Punkte gestiegen.

[16:22] +++ G20-Staaten wollen Weltwirtschaft ankurbeln +++

Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen für mehr Wirtschaftswachstum und mehr Jobs stärker an einem Strang ziehen. Ein «Aktionsplan für Wachstum und Beschäftigung» soll dafür sorgen, dass die Länder enger zusammenarbeiten. Das geht aus einem Entwurf für die Abschlusserklärung hervor, das am Freitag beim G20-Gipfel in Cannes verabschiedet werden soll. Der Entwurf liegt der Nachrichtenagentur dpa in einer Kopie vor. Konkrete Maßnahmen bleiben die G20 schuldig.

[16:14] +++ G20: Vermutlich keine Fortschritte bei Transaktionssteuer +++

Die französische G20-Präsidentschaft scheint mit ihren Bemühungen um die Einführung einer globalen Finanztransaktionssteuer gescheitert zu sein. In einem Entwurf für die Abschlusserklärung des G20-Gipfels in Cannes wird das Projekt nur in einem Nebensatz erwähnt. «Wir erkennen die Initiativen zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer in einigen unserer Staaten an», heißt es in dem Text, der am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa vorlag.

[16:06] +++ Papandreou: Griechisches Referendum vom Tisch +++

Griechenlands Ministerpräsident Papandreou hat seine umstrittenen Pläne für ein Referendum zur Rettung vor dem Staatsbankrott abgesagt. Die Absage sei die Voraussetzung dafür gewesen, dass Gespräche mit der oppositionellen Nea Dimokratia (ND) zur Bildung einer Übergangsregierung zustande kommen. «Ich werde mit dem Chef der Nea Dimokratia sprechen», sagte Papandreou.

[16:01] +++ Draghi: Brüsseler Gipfel-Beschlüsse rasch umsetzen +++

EZB-Präsident Draghi dringt auf die Umsetzung der Beschlüsse des Brüsseler Euro-Gipfels der vergangenen Woche. Der EZB-Rat halte es für «absolut notwendig ..., dass die europäischen Regierungen schnell die Maßnahmen umsetzen, die beim Gipfel am 26. Oktober beschlossen wurden», sagte Draghi am Donnerstag in Frankfurt.

[15:25] +++ Draghi: Konjunkturaussichten deutlich eingetrübt +++

Die Konjunkturaussichten haben sich nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank wegen der Staatsschuldenkrise deutlich eingetrübt. Das Wirtschaftswachstum dürfte in der zweiten Jahreshälfte sehr moderat ausfallen, sagte der neue EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt. Die Wachstumsprognosen für 2012 dürften deutlich sinken.

[15:24] +++ Dax nach Berg- und Talfahrt weiter im Plus +++

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag nach einer Berg- und Talfahrt an seine Gewinne vom Vortag angeknüpft. Rückenwind gab es vor allem von Spekulationen über einen Rücktritt des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou. Eine überraschende Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank stützte die Kurse am Nachmittag nur zeitweise. Der Dax verteidigte bis zuletzt ein Plus von 1,70 Prozent auf 6067 Punkte.

[15:04] +++ Kein rasches Ende von EZB-Anleihenkäufen +++

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird den umstrittenen Aufkauf von Staatsanleihen der Euro-Schuldenstaaten auch unter ihrem neuen Präsidenten Mario Draghi vorerst fortsetzen. Draghi betonte in Frankfurt jedoch, das Programm sei vorübergehend und in seinem Umfang begrenzt.

[14:56] +++ TV: Papandreou stimmt der Bildung einer Übergangsregierung zu +++

Ministerpräsident Papandreou stimmt der Bildung einer Übergangsregierung in Griechenland zu. Das berichtete das griechische Staatsfernsehen NET. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

[14:54] +++ Athen sucht fieberhaft nach Lösung der Regierungskrise +++

In Griechenland suchen die beiden großen Parteien, die regierende Sozialistische Pasok und die Konservative Nea Dimokratia (ND), fieberhaft nach einer Lösung der Regierungskrise.

[14:45] +++ Berlin und Washington weiter uneins über Notenbank-Einsatz +++

Deutschland und die USA sind weiter uneins über den Einsatz von Notenbanken im Kampf gegen Schuldenkrise und Wirtschaftsabschwung. Es gebe nach wie vor Differenzen über die Rolle der US-Notenbank FED und der Europäischen Zentralbank EZB beim Bemühen, eine höhere «Feuerkraft» von Hilfsmaßnahmen zu erreichen, verlautete aus deutschen Regierungskreisen.

[14:37] +++ EZB: Eurokurs gefallen - Referenzkurs: 1,3773 +++

Der Kurs des Euro ist gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3773 (Mittwoch: 1,3809) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7261 (0,7242) Euro.

[14:26] +++ Kreise: Papandreou verweigert bislang Rücktritt +++

Der angeschlagene griechische Ministerpräsident Papandreou weigert sich nach dpa-Informationen bislang zurückzutreten. Wie die Deutsche Presse-Agentur dpa aus Kreisen des Regierungschefs erfuhr, will Papandreou am Abend seine geplante Rede zur Vertrauensabstimmung halten, die für die Nacht zum Samstag im Parlament angesetzt ist.

[14:17] +++ EZB-Zinssenkung beflügelt den Dax +++

Die überraschende Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat den deutschen Aktienmarkt beflügelt. Der Leitindex Dax weitete seine Gewinne am aus und lag am Nachmittag mehr als 3 Prozent im Plus. Händler Markus Huber von ETX Capital sagte: «Erstmal wirkt die Zinssenkung positiv. Die wichtigere Frage ist aber, ob der Markt dies als besonnene Entscheidung oder als Zeichen großer Probleme wertet.»

[13:45] +++ Gabriel: Merkel soll nach Athen fahren +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sollte nach den Worten von SPD-Chef Sigmar Gabriel so schnell wie möglich Athen besuchen.

[13:45] +++ EZB senkt überraschend Leitzins +++

Der Rat der Europäischen Zentralbank verringerte bei seiner turnusmäßigen Sitzung, die erstmals unter dem Vorsitz des Italieners Mario Draghi stattfand, den Leitzins auf 1,25 Prozent.

[13:36] +++ Krisensitzung in Athen begonnen +++

[13:20] +++ Wagenknecht: Merkel nötigt Athen zu Euro-Austritt +++

«Eine Zustimmung zum sogenannten neuen Hilfspaket würde bedeuten, dass sich die griechische Bevölkerung freiwillig einem jahrelangen Spardiktat beugt und damit die Zukunft einer ganzen Generation zerstört», sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der Linke-Fraktion, Sahra Wagenknecht.

[13:18] +++ Euro-Krise beschert Swiss Re überraschenden Gewinnsprung +++

[13:13] +++ Nur wenige Griechen suchen Job in Deutschland +++

Trotz der Wirtschaftskrise in Griechenland verzeichnet die Bundesagentur für Arbeit (BA) bislang keinen größeren Zustrom griechischer Jobsucher auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

[13:11] +++ Papandreou will Staatspräsidenten Karolos Papoulias treffen +++

Unklar ist, ob Papandreou einen Rücktritt plant - oder ein Treffen aller Parteivorsitzenden zwecks Bildung einer «Regierung der Nationalen Rettung».

[13:08] +++ Samaras fordert Übergangsregierung und Rücknahme des Referendums +++

Der Chef der größten griechischen Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND), Antonis Samaras, hat die Bildung einer Übergangsregierung in Griechenland und eine vorgezogene Wahl gefordert. Zudem forderte er dass das Referendum zum Verbleib Griechenlands in der Eurozone nicht stattfindet. 

[12:57] +++ Brüderle: Deutschland ist auf Athen-Pleite vorbereitet+++

[12:46] +++ Vertrauen der Anleger schwindet +++

Angesichts des Griechenland-Dramas nimmt die Verunsicherung der Anleger in der Eurozone erheblich zu. Ein Anzeichen dafür sind die steigenden Renditen für spanische und italienische Staatsanleihen.

[12:19] +++ Hoffnung auf Papandreou-Rücktritt beflügelt den Dax +++

Die Spekulationen über die Zukunft Griechenlands in der EU haben den Dax am Donnerstag auf eine Berg- und Talfahrt geschickt. Laut Händlern profitierte der Aktienmarkt von Spekulationen über einen Rücktritt des griechischen Ministerpräsidenten Papandreou, nachdem die Ankündigung eingefrorener EU-Hilfen zum Auftakt noch sehr deutlich die Kurse belastet hatte. Der Leitindex stieg zur Mittagszeit um 1,55 Prozent auf 6058 Punkte.

[11:58] +++ Kauder: Keine neuen Verhandlungen über Griechenland-Hilfen +++

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat neue Verhandlungen mit Athen über die Bedingungen für die beschlossenen Griechenland-Hilfen ausgeschlossen. Die Hilfsprogramme seien mit klaren Bedingungen verknüpft, sagte Kauder am Donnerstag in Berlin. «Die muss Griechenland einhalten. Es kann nicht darum gehen, Verhandlungen führen zu wollen, unter welchen Bedingungen man zustimmt oder nicht.»

[11:36] +++ Lob von Obama für Merkel +++

Der US-Präsident lobte ausdrücklich die Rolle Merkels bei den Euro-Krisenverhandlungen: «Ohne Angelas Führungsrolle hätte es nicht diese Fortschritte gegeben, wie sie auf dem EU-Gipfel am 27.10. vereinbart wurden.» Obama: «Ich freue mich, mit Angela zu arbeiten.»

[11:29] +++ Griechenland-Debakel: Vertrauen der Anleger schwindet +++

Angesichts des Griechenland-Dramas nimmt die Verunsicherung der Anleger in der Eurozone erheblich zu. Ein Anzeichen dafür sind die steigenden Renditen für spanische und italienische Staatsanleihen. In Italien kletterte die Rendite zehnjähriger Papiere mit 6,34 Prozent auf ein Rekordhoch seit Gründung des Euroraums. In Spanien legte die Rendite solcher Staatstitel ebenfalls deutlich zu. Mit 5,53 Prozent lag sie allerdings noch unter dem Rekordwert von Anfang August von mehr als sechs Prozent. In einer ganz anderen Dimension liegen die griechischen Staatsanleihen: Ihre Rendite - also die Kombination aus Zinskoupon und Kursdifferenz - betrug am Donnerstag bei den zweijährigen Titeln zeitweise sogar mehr als 100 Prozent.

[11:26] +++ Obama mahnt Lösung der Eurokrise an +++

US-Präsident Barack Obama hat eine rasche Lösung der Euro-Krise angemahnt. Dies sei das wichtigste Thema beim G20-Gipfel in Cannes, sagte er nach einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Sarkozy zum Gipfelauftakt. Er habe den Eindruck, als seien die Europäer einen wichtigen Schritt in Richtung auf eine umfassende Lösung vorangekommen, meinte er mit Blick auf die EU-Beschlüsse der vergangenen Woche. Jetzt gelte es, Einzelheiten auszuarbeiten.

[11:07] +++ Euroländer beraten über Schuldenkrise +++

Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben am Donnerstag in Cannes mit Spitzenvertretern Spaniens, Italiens und der EU-Institutionen über die Eurokrise gesprochen. Das Treffen fand unmittelbar vor Beginn des G20-Gipfels statt. Am Tisch saß auch der politisch angeschlagene italienische Premier Silvio Berlusconi, der zu Hause mit seinen Sparmaßnahmen bisher nicht soweit kam wie von ihm erwünscht.

[11:01] +++ Schuldensünder Portugal will «flexiblere Bedingungen» bei Sanierung +++

Das pleitebedrohte Euro-Land Portugal will mit seinen internationalen Geldgebern «flexiblere Bedingungen» zur Ausführung des Hilfs- und Sanierungsabkommens aushandeln. Bislang sei zwar die Finanzierung des Staates, nicht aber die Finanzierung der schwachen Wirtschaft garantiert, erklärte Ministerpräsident Pedro Passos Coelho nach portugiesischen Medienberichten. Das bedeute allerdings «nicht unbedingt mehr Geld», fügte Passos an.

[10:58] +++ FDP: Ohne Reformen muss Athen Krise allein überwinden +++

Die FDP hat Griechenland vor dramatischen Folgen bei einem Nein zum beschlossenen Reform- und Sparprogramm gewarnt. «Wenn die Griechen sich dagegen entscheiden, dann müssten sie als souveräne Nation ihre Krise allein überwinden», sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner der «Welt».

[10:57] +++ Berlusconi in der Schuldenkrise zunehmend handlungsunfähig +++

Die italienische Regierung zeigt sich im Kampf gegen die Schuldenkrise zunehmend handlungsunfähig. In einer Sondersitzung bis in den späten Mittwochabend einigten sich Regierungschef Silvio Berlusconi und seine Minister nur mit Mühe auf eine Reihe von Zusätzen für den Entwurf eines Stabilitätsgesetzes. Dabei gehe es um einen verstärkten Verkauf von staatlichen Immobilien im Wert von geschätzt fünf Milliarden pro Jahr, wie italienische Medien berichteten.

[10:40] +++ Griechenland-Sorgen halten deutsche Aktien in Atem +++

Die Sorgen um die Zukunft Griechenlands in der EU haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag weiter in Atem gehalten. Die EU hat ihre Milliarden-Hilfen bis zu einem «Ja» der Griechen zum internationalen Hilfspaket eingefroren und Händler sprachen von neuerlicher Unsicherheit. Der Dax fiel zuletzt noch um 0,30 Prozent auf 5947 Punkte. Händler sprechen von Spekulationen, das Referendum könnte kippen. Der MDax drehte indes mit 0,66 Prozent ins Plus auf 8914 Punkte, der TecDax gewann 0,65 Prozent auf 687 Punkte.

[10:31] +++ Medienspekulationen: Papademos oder Simitis neuer Premier? +++

Noch bevor Ministerpräsdient Giorgos Papandreou sich zu Rücktrittsforderungen geäußert hat, spekulieren die Medien in Athen über mögliche neue Regierungschefs. Darunter sind der frühere Vizepräsident der Europäischen Zentralbank, Lucas Papademos. Dies berichtete der Athener Nachrichtensender Vima 99,5. Auch der frühere griechische Ministerpräsident Kostas Simitis (1996-2004) sei nach Informationen des Chefs der kleinen ultrakonservativen Partei Völkische Orthodoxe Gesamtbewegung (LAOS), Giorgos Karatzaferis, aus Kreisen der EU vorgeschlagen worden

[10:08] +++ Papandreous Regierung vor dem Sturz +++

Die Regierung unter Ministerpräsident Papandreou könnte in den kommenden Stunden fallen. Zahlreiche Minister und Abgeordnete der Sozialisten forderten die Bildung einer Regierung der Nationalen Rettung. Mindestens zwei Abgeordnete, darunter Eva Kaili, haben nach Angaben des staatlichen Fernsehens NET erklärt, sie würden Papandreou nicht mehr das Vertrauen aussprechen. Damit hätte Papandreou mit 150 Mandanten keine Mehrheit mehr im Parlament.

[09:46] +++ Krisensitzung des Ministerrates in Athen +++

Der griechische Ministerpräsident Papandreou hat eine Krisensitzung seines Ministerrates einberufen. Sie sollte um 11.00 Uhr beginnen. Dies teilte sein Büro mit. Anschließend sollte nach Berichten des staatlichen Fernsehens auch die Parlamentsfraktion der regierenden Sozialisten tagen. In Athen gingen Analysten davon aus, dass es «schlagartige» Entwicklungen zu erwarten seien.

[08:58] +++ Juncker: «Papandreous Benehmen illoyal» +++

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat das Vorgehen des griechischen Premiers Papandreou bei seinem Referendum-Plan stark kritisiert. «Wir haben ihn, ohne ihm einen wirklichen Vorwurf zu machen, darauf hingewiesen, dass sein Benehmen illoyal ist», sagte Juncker am Donnerstag im ZDF-«Morgenmagazin» über ein Euro-Spitzentreffen vor dem G20-Gipfel in Cannes.

[08:06] +++ Venizelos kontra Papandreou - Konflikt in Griechenland eskaliert +++

Nach der umstrittenen Ankündigung eines Volksentscheids und der massiven internationalen Kritik eskaliert der innenpolitische Konflikt in Griechenland. Streitpunkt ist ein mögliches Votum über den Verbleib in der Eurozone. Finanzminister Evangelos Venizelos distanzierte sich am Donnerstag von den Plänen zu einem Referendum, die Ministerpräsident Giorgos Papandreou kurz zuvor konkretisiert hatte.

SOCIAL BOOKMARKS