Forscher: E-Zigaretten nicht unbedenklich

Heidelberg (dpa) - Elektrische Zigaretten sind Krebsforschern zufolge nach derzeitigem Stand keine unbedenkliche Alternative zu herkömmlichen Glimmstängeln.

Bisher sei die chemische Zusammensetzung der Aerosole - partikelförmige Feststoffe oder Flüssigkeiten in Gasen - unbekannt, die beim Rauchen der E-Zigaretten entstünden, erklärte Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Die amerikanische Regulierungsbehörde für Nahrungs- und Arzneimittel, FDA, habe in einigen Flüssigkeiten von E-Zigaretten tabakspezifische Nitrosamine gefunden. Diese seien auch in geringen Mengen krebserzeugend.

Wegen der unklaren Datenlage könnten sich Verbraucher nicht darauf verlassen, dass E-Zigaretten gesundheitlich unbedenklich seien, erklärte Pötschke-Langer. Die E-Zigaretten sollten daher nicht frei verkäuflich sein. Das DKFZ rät auch davon ab, dass Rauchen der elektronischen Glimmstängel zum Beispiel in Gaststätten oder am Arbeitsplatz zu erlauben.

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