Plädoyer: Marcels Mutter soll für knapp zehn Jahre ins Gefängnis

Mannheim (dpa) - Im Prozess um den Hungertod des neunjährigen Marcel hat die Anklage eine Gefängnisstrafe von knapp zehn Jahren für die Mutter gefordert. Wegen Totschlags durch Unterlassen plädierte Oberstaatsanwalt Reinhard Hofmann vor dem Landgericht Mannheim für eine Gefängnisstrafe von neun Jahren und sechs Monaten. Die Angeklagte hatte bereits Anfang Februar gestanden, dass sie ihren schwerbehinderten Sohn absichtlich verhungern ließ. Sie habe ihm weiteres Leid ersparen wollen, sagte sie. Das Kind war im Mai 2010 an den Folgen von Mangelernährung und völliger Verwahrlosung gestorben.

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