Studie: Eltern wissen nicht, was ihre Kinder im Internet tun

Bonn (dpa) - Viele Eltern im Deutschland machen sich Sorgen darüber, was ihre Kinder im Internet tun.

Das führt aber nicht immer dazu, dass sie den Sprösslingen beim Surfen allzu genau auf die Finger blicken. Knapp die Hälfte der Eltern - 49 Prozent - haben den Eindruck, dass sie kaum wissen, was der Nachwuchs im Netz konkret anstellt. Das ergab eine repräsentative Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutschen Telekom.

«Kinder nutzen täglich das Internet. Doch viele Eltern nehmen die Gefahren, die dort lauern, offenbar nicht ernst genug. Ein Großteil weiß gar nicht, was ihr Nachwuchs dort tut», warnte Thomas Kremer, Telekom-Vorstand für Datenschutz, Recht und Compliance.

Zwei von drei Teilnehmern der Studie befürchten, dass ihre Kinder im Internet zu viel von sich preisgeben, oder dass sie zu lange online seien. 62 Prozent haben Angst vor Kriminellen in Chats oder Foren und 58 Prozent, dass Fotos ihrer Kinder ohne ihre Zustimmung ins Internet gelangen.

Die Studie stützt sich auf insgesamt 1503 Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung im Alter ab 16 Jahren. Außerdem seien gezielt Eltern von 6- bis 17-jährigen Kindern befragt worden.

Telekom-Mitteilung

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