Traumstart für die Wiesn - «Petrus ist ein Münchner»
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Oktoberfestbesucher fahren in einer Achterbahn auf dem Oktoberfest auf der Theresienwiese. Im Hintergrund ist die Frauenkirche in der Münchner Altstadt zu sehen. Foto: Matthias Balk
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München (dpa) - Das Bier strömt - die Massen auch: Das Münchner Oktoberfest hat begonnen. Bei blauem Himmel und milden Temperaturen drängten am Samstag die Festgäste aufs Festgelände - wie in den besten Zeiten der Wiesn.

Das Wetter spielte entgegen den Prognosen perfekt mit: nach einem kühlen Morgen blauer Himmel, Sonne, milde Temperaturen. «Der Petrus ist ein Münchner», sagte Wiesnchef Josef Schmid (CSU). Er habe tagelang gebetet. «Man sieht: ich bin erhört worden.»

Schon im Morgengrauen warteten die ersten Gäste auf Einlass - und stürmten im Laufschritt los in Richtung Bierzelte, als um 09.00 Uhr endlich die Eingänge zum Gelände geöffnet wurden. Um Punkt 12.00 Uhr zapfte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit nur zwei Schlägen das erste Fass Bier an. Die erste Maß reichte er Ministerpräsident Markus Söder (CSU), um mit ihm auf eine friedliche Wiesn anzustoßen. Was Söder, als bayerischer Regierungschef erstmals in der Anstichboxe dabei, zur Anzapftechnik des OB sage? «Hätte fast von mir sein können.» Als Finanzminister habe er schließlich im Hofbräuzelt angezapft - auch mit zwei Schlägen.

Dem Oberbürgermeister beim Anzapfen zuzusehen sei «staatspolitische Aufgabe» - auch wenn die Wiesn politikfreie Zone sei. Der Wahlkampf, der Söder derzeit von Termin zu Termin treibt, spiele hier keine Rolle. Ganz kurz stellt der Ministerpräsident dann aber doch klar, worum es am 14. Oktober im Freistaat geht: «Die Frage ist: Bleibt Bayern stark, bleiben wir ein Musterland, bleiben wir ein Land, das in seiner Form einzigartig ist - oder werden wir normal wie alle anderen Länder?» An Söders Seite präsentierte sich seine Frau Karin Baumüller-Söder, im blauen Dirndl. Keine parteipolitische Bedeutung - ebenso wenig wie Söders grün-rote Krawatte.

Überraschungsgast Gerhard Schröder erschien im Anzapfzelt zum Blitzbesuch - nach einer Viertelstunde war der Alt-Kanzler mit seiner Frau So Yeon Kim wieder weg. Neben bayerischen Politikern und Kabinettsmitgliedern prostete auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) - in Lederhose - mit, obwohl die Wiesn mit einem Konsum von Millionen Litern Bier, Hunderttausenden Brathendln und gebrannten Mandeln nicht gerade eine Gesundheits-Oase ist.

Der erste Patient - ein Mann in Mönchskutte - musste denn auch 32 Minuten nach dem Beginn des Bierausschanks wegen überhöhten Alkoholkonsums behandelt worden. Dabei habe sich herausgestellt, dass es sich nicht um einen Ordensmann handelte, erläuterten die Sanitäter der Aicher Ambulanz. Die Kutte sei aber echt gewesen.

Die meisten Besucher kamen allerdings in Tracht - wobei hier die Grenzen verwischen. Junge Damen in knappen Lederhosen waren ebenso unterwegs wie ein Herr im Minidirndl. Ein Besucher trug einen mannsgroßen aufblasbaren Penis unter dem Arm über die Wiesn. Englischsprachige Besucher kamen in froschgrünen Bundhosen.

An Ständen rund um das Festgelände boten Händler Last-Minute-Trachten an. Das Christbaumdirndl ist allerdings out: weniger Glitzer und kaum noch bunte Pailletten. Ungebrochen ist der Trend zum weißen Turnschuh - als Fußbekleidung außer auf Tennisplätzen sonst vor allem in Krankenhäusern zu sehen. Heißt aber nicht, dass auf der Wiesn immer alle feiern, bis der Arzt kommt.

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Volles Haus. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
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Auf eine friedliche Wiesn: Markus Söder (l-r), Karin Baumüller-Söder, Petra Reiter und Dieter Reiter. Foto: Peter Kneffel
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Gemeinsam. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
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Das Bier schmeckt. Foto: Felix Hörhager
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Zwei Hünen auf der Wiesn: Arnold Schwarzenegger (l) und Ralf Möller. Foto: Ursula Düren
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Zeit für eine Brezn. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
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Gäste feiern auf dem Oktoberfest in einem Festzelt. Foto: Angelika Warmuth
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Endloser Spaß. Foto: Matthias Balk
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Hoch die Haxn. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
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Mit «königlich» geschmücktem Bart: das Münchener Original Werner Waldhütter. Foto:
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In den Bierzelten ist die Stimmung gut. Foto: Angelika Warmuth
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Oktoberfestbesucher sitzen in einem Fallturm auf dem Oktoberfest auf der Theresienwiese. Foto: Matthias Balk
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Gäste essen in einem Zelt auf dem Oktoberfest. Foto: Angelika Warmuth
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Brasilianische Schönheitsköniginnen stehen vor einem Festzelt. Foto: Felix Hörhager
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Michael Käfer (M), Wiesnwirt, und seine Frau Clarissa (l) fahren auf dem Oktoberfest beim Einzug der Wiesnwirte auf einem Wagen zum Käferzelt. Foto: Felix Hörhager
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Die ersten Biere sind besonders begehrt. Foto: Felix Hörhager
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Eine Bedienung feiert im Hobräuzeit auf dem Oktoberfest mit einem Gast den Beginn des Oktoberfests. Foto: Felix Hörhager
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Ein Gast steht im Hobräuzeit auf dem Oktoberfest auf einem Tisch, nachdem er eine Maß Bier auf Ex getrunken hatte. Foto: Felix Hörhager
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Die Wirtsleute Peter Pongratz (2.v.l) und Arabella Pongratz (r) fahren auf dem Oktoberfest beim Einzug der Wiesnwirte in einer Kutsche. Foto: Felix Hörhager
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Wiesnbesucher drängen sich im Hackerzelt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
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Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München, beim traditionellen Fassanstich. Foto: Peter Kneffel
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Markus Söder (l, CSU) und Dieter Reiter (SPD) stoßen mit zwei Masskrügen an. Foto: Peter Kneffel
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Bedienungen und Gäste feiern beim Einzug der Festwirte auf einem Wagen. Foto: Angelika Warmuth
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Dieter Reiter (SPD, M), Oberbürgermeister von München, fährt beim Einzug der Festwirte mit. Foto: Angelika Warmuth
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Das Münchner Kindl Viktoria Ostler reitet beim Einzug der Festwirte mit. Foto: Angelika Warmuth
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Musiker in historischen Kostümen spielen beim Einzug der Festwirte. Foto: Angelika Warmuth
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