Verteidiger im Terrorhelferprozess sieht «lückenhafte Ermittlungen»

Koblenz (dpa) - Die Verteidigung hält die Beweislage im Koblenzer Terrorhelferprozess nicht für ausreichend, um den Angeklagten Hussam S. zu verurteilen. Der Anwalt des 26-Jährigen sprach vor dem Oberlandesgericht Koblenz von «lückenhaften Ermittlungen», ohne explizit auf einen Freispruch zu plädieren. Es sei etwa nicht zweifelsfrei nachgewiesen worden, dass der Angeklagte hinter bestimmten E-Mail-Adressen und Nutzernamen stecke, mit denen Einträge ins Internet gestellt worden seien. Die Bundesanwaltschaft hatte gestern fünfeinhalb Jahre Haft für den Angeklagten gefordert.

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