Obama in Brasilien - Hauptthema: Wirtschaft

Brasília (dpa) - US-Präsident Barack Obama ist am Samstag zum Auftakt seines ersten Besuches in Brasilien von seiner Amtskollegin Dilma Rousseff mit militärischen Ehren empfangen worden. Beide Staatschefs zogen sich anschließend zu Gesprächen in den Präsidentenpalast in Brasília, zurück.

Im Mittelpunkt standen die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der westlichen Hemisphäre. 2010 belief sich das bilaterale Handelsvolumen auf rund 80 Milliarden US-Dollar (rd. 57 Mrd Euro).

Beide Seiten wollen über Energiefragen und den Abbau von Handelshemmnissen sprechen. Brasilien hofft zudem auf Unterstützung der USA beim Wunsch nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in Brasilien seit März 2007. Zwischen Brasília und Washington war es zuletzt zu Irritationen gekommen, weil sich Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva 2010 im Atomstreit mit dem Iran gegen Sanktion gegen Teheran ausgesprochen hatte.

Am Samstagabend fliegt Obama, der von seiner Frau Michelle und den Töchtern Malia (12) und Sasha (9) begleitet wird, nach Rio de Janeiro. Dort hatte die Polizei am Freitagabend eine Demonstration linker Gruppen gegen den Besuch gewaltsam aufgelöst. Obama will am Sonntag in Rio eine Rede halten und auch die Christus-Statue auf dem Corcovado-Berg besichtigen. In der Stadt am Zuckerhut sind wegen des Besuchs massive Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Nach Brasilien reist Obama weiter nach Chile und El Salvador.

US-Botschaft Brasília

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