Trump in Positionspapier: Illegale Einwanderer müssen gehen

Washington (dpa) - Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump will härter gegen illegale Einwanderer vorgehen. In einem Positionspapier zur Immigration spricht er sich für deren Abschiebung aus.

Zugleich fordert Trump, eine Mauer entlang der amerikanisch-mexikanischen Grenze zu bauen, für deren Kosten Mexiko aufkommen soll. Auch die Regelung, wonach in den USA geborene Kinder illegaler Immigranten automatisch die Staatsbürgerschaft erhalten, will Trump abschaffen, wie aus einem auf seiner Webseite veröffentlichten Papier weiter hervorgeht.

Trump hatte zuvor in einem Interview des Senders NBC gesagt, dass illegale Immigranten «gehen müssen». Dafür werde er im Fall seiner Wahl zum Präsidenten sorgen. Familien würden nicht auseinandergerissen, «aber sie müssen gehen». In den USA leben schätzungsweise elf Millionen Ausländer ohne Papiere.

Bereits Mitte Juni hatte der US-Milliardär mit fremdenfeindlichen Äußerungen die Hispanics in den Vereinigten Staaten und Lateinamerika empört. Damals sprach Trump abfällig über mexikanische Einwanderer in den USA. «Sie bringen Drogen, Verbrechen, Vergewaltiger», sagte er in einer Rede.

Trump führt laut Umfragen derzeit das 17-köpfige republikanische Bewerberfeld für die Wahl 2016 an. Mit seiner Position zur Immigration steht er rechts von den meisten seiner innerparteilichen Konkurrenten. So will Trump beispielsweise auch, dass alle in den USA straffällig gewordenen Ausländer in ihre Heimat zurückgeschickt werden.

Washington Post

Trumps Positionspapier

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