Zug rammt Lkw auf Bahnübergang: Zwölf Verletzte
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Beim Zusammenstoß des Regionalzugs mit dem Lastwagen wurden mehrere Menschen verletzt. Foto: Nord-West-Media TV
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Warendorf (dpa) - Beim Zusammenstoß eines Regionalzugs mit einem Lastwagen sind im Münsterland zwölf Menschen leicht verletzt worden.

Ein Lkw-Fahrer kam am Abend nach einem Wendemanöver aus bislang unbekanntem Grund mit seinem Fahrzeug mitten auf dem Bahnübergang in Warendorf zum Stehen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Dann habe sich die Schranke genau zwischen Führerhaus und Auflieger gesenkt.

Trotz Notbremsung krachte der herannahende Zug um kurz vor zehn Uhr am Abend in das Hindernis. Beim Aufprall wurde der Sattelzug entzwei gerissen. Ob der Fahrer das rote Warnlicht übersehen oder aus anderen Gründen auf dem Bahnübergang gebremst habe, müssten die weiteren Ermittlungen zeigen, sagte eine Polizeisprecherin.

Noch vor dem Zusammenstoß rettete sich der 37 Jahre alte Lokführer. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der 48 Jahre alte Sattelzugfahrer und seine 27-jährige Beifahrerin überstanden die Kollision leicht verletzt und wurden wie vier weitere Passagiere in ein Krankenhaus gebracht. Fünf Fahrgäste seien vor Ort von einem Notarzt behandelt worden. Eine Polizeisprecherin sprach von einem glimpflichen Ausgang: Die Reisenden hätten nach bisherigen Erkenntnissen eher leichte Verletzungen wie Prellungen davongetragen.

Die Bergungsarbeiten dauerten nach Auskunft der Polizei auch am Dienstag an. Der Zug blockierte auch am Mittag noch ein Gleis auf der Strecke zwischen Münster und Rheda-Wiedenbrück. Den gesamten Tag sei daher mit spürbaren Verspätungen der Linie RB67 zu rechnen, sagte eine Sprecherin des Bahnbetreibers Eurobahn.

Der Laster hatte knapp 25 Tonnen Stahlstangen geladen, die umgeladen wurden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 1,75 Millionen Euro.

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