dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Unerwartetes Comeback: Lindner soll NRW-FDP in die Neuwahl führen

Düsseldorf (dpa) - Überraschung in der nordrhein-westfälischen FDP: Der frühere Berliner Generalsekretär Christian Lindner soll die krisengeschüttelte Partei als Spitzenkandidat in die Landtagswahl führen. Zugleich soll der 33-Jährige auch Parteichef im größten Landesverband werden. Darauf einigte sich der Landesvorstand der NRW-FDP. Der amtierende Parteichef, Daniel Bahr, will Lindner auf dem nächsten Landesparteitag als neuen Vorsitzenden vorschlagen. Lindner sprach von einer Richtungsentscheidung für das größte Bundesland. NRW sei «das Rückgrat der FDP im Bund», unterstrich er.

Seehofer: Keine Rückfahrkarte für Röttgen

Berlin (dpa) - In der Union wächst der Druck auf den nordrhein-westfälischen CDU-Spitzenkandidaten Norbert Röttgen. CSU-Chef Horst Seehofer rief Röttgen dazu auf, auch bei einer Wahlniederlage als Oppositionsführer nach Nordrhein-Westfalen zu wechseln. «Wenn ich mich einer Aufgabe verschreibe, dann ohne Rückfahrkarte», sagte Seehofer der «Süddeutschen Zeitung». Er selbst habe in seiner Karriere Sicherheiten aufgeben müssen, das gehöre dazu. «Ich bin der Meinung - voll für NRW», sagte der CSU-Chef. Röttgen hat offengelassen, was er im Fall einer Wahlniederlage tut.

Zeitung: Merkel will Schäuble als Chef der Euro-Gruppe

Berlin (dpa) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist als zukünftiger Chef der Euro-Gruppe im Gespräch. Bundeskanzlerin Angela Merkel soll bei den anderen Regierungschefs der Euro-Länder für Schäuble als Nachfolger von Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker geworben haben. Noch aber gebe es Widerstände auf Seiten Frankreichs. Das berichtet die Zeitung «Financial Times Deutschland» unter Berufung auf Informanten in Brüssel und mehreren EU-Hauptstädten. Der langjährige Chef der Euro-Gruppe, Juncker, hatte im Januar signalisiert, den Posten abgeben zu wollen.

Karsai will früheren Nato-Abzug - zurückhaltende Reaktionen

Kabul (dpa) - Der afghanische Präsident Hamid Karsai will nach dem Amoklauf eines US-Soldaten den Abzug der Nato-Kampftruppen um ein ganzes Jahr vorziehen. «Beide Seiten müssen dabei zusammenarbeiten, den Übergabeprozess von den internationalen Truppen an die afghanischen Kräfte 2013 statt 2014 abzuschließen», teilte Karsai in Kabul mit. In Deutschland und den USA wie auch bei der Nato stieß er damit allerdings auf zurückhaltende Reaktionen. Washington wolle wie vorgesehen erst 2014 die gesamte Verantwortung für die Sicherheit in die Hände afghanischer Truppen legen, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses.

Unbekannter erschießt Soldaten im Südwesten Frankreichs

Paris (dpa) - Im Südwesten Frankreichs hat ein Unbekannter auf offener Straße zwei Soldaten erschossen. Zwei Militärs waren sofort tot, ein dritter schwebte nach einem Kopfschuss am Abend in Lebensgefahr, teilte eine Armee-Sprecherin in Paris mit. Aufgrund irreführender Angaben hatte das Verteidigungsministerium bereits von drei Toten gesprochen. Die Hintergründe des Anschlags in der Garnisonsstadt Montauban sind noch völlig unklar. Bereits am Sonntag war in der südwestfranzösischen Stadt Toulouse ein Soldat von einem Unbekannten erschossen worden.

Hollywood-Star Clooney trifft Obama im Weißen Haus

Washington (dpa) - Hollywood-Star George Clooney hat US-Präsident Barack Obama getroffen. Im Weißen Haus bat er um Hilfe für die Flüchtlinge im sudanesischen Grenzgebiet. Der Schauspieler wollte Obama dazu bewegen, mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao über die humanitäre Krise in dem afrikanischen Land zu sprechen. Clooney hoffe, dass die US-Regierung China dazu bringe, seinen Einfluss im Sudan geltend zu machen. Der Sudan müsse seine südliche Region für Hilfsorganisationen öffnen. In dortigen Flüchtlingslagern fehlt es an Wasser und Nahrung.

SOCIAL BOOKMARKS