15-Jähriger: Aufruf zum Mord an Juden vor Gericht
DPA
Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht angebracht. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild
DPA

Dortmund (dpa/lnw) - Ein 15-jähriger Jugendlicher aus Nordrhein-Westfalen muss sich ab dem 29. April unter anderem wegen versuchter Anstiftung zum Mord vor dem Dortmunder Landgericht verantworten. Das sagte ein Sprecher des Gerichts am Mittwoch. Dem Schüler wird vorgeworfen, einen Bekannten in einer WhatsApp-Kurznachricht dazu aufgefordert zu haben, entweder Juden in einer Synagoge oder Muslime in einer Moschee zu ermorden. Konkrete Anschlagspläne soll es nicht gegeben haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf hatte im November 2020 Anklage erhoben. Diese wurde vom Landgericht Dortmund inzwischen zugelassen, wie der Gerichtssprecher erklärte. Die Verhandlung vor der Jugendstrafkammer wird wegen des Alters des Angeklagten komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Der 15-Jährige ist aktuell nicht in Untersuchungshaft, sondern lebt in einer geschlossenen betreuten Jugendwohngruppe.

© dpa-infocom, dpa:210331-99-43442/2

SOCIAL BOOKMARKS