74-jähriger Kunstbetrüger muss ins Gefängnis

Bonn (dpa/lnw) - Ein 74 Jahre alter Kunstbetrüger ist am Dienstag vom Amtsgericht Bonn zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte 2012 einem Bonner Auktionshaus eine Sammlung von 32 Gemälden, Aquarellen und Holzschnitten angeboten. Der ältere Herr täuschte vor, die Sammlung geerbt zu haben. Auch legte er Kunsthistorikern gefälschte Zertifikate für einzelne Gemälde vor. Tatsächlich war die Sammlung, deren Wert er mit 50 000 Euro angab, wenige Wochen zuvor für wenige hundert Pfund bei einer englischen Internet-Auktion ersteigert worden.

Der Angeklagte hat bereits 1998 im Frankfurter Raum Schlagzeilen wegen eines Millionenbetrugs mit angeblich alten Meistern gemacht. Damals war der Kunstbetrüger zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

SOCIAL BOOKMARKS