Ärzte-Appell: Brauchen Corona-Diagnosezentren
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Das Gesundheitsamt in Heinsberg. Foto: Jonas Güttler/dpa
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat eine zum Teil mangelnde Bereitschaft von Gesundheitsämtern kritisiert, Diagnosezentren für Corona-Verdachtsfälle einzurichten. Es gebe zupackende Behörden etwa im Kreis Heinsberg, der Stadt Düsseldorf und Köln. «Wir stellen aber auch fest, dass offenbar nicht alle lokalen Gesundheitsbehörden sich ihrer Rolle und Verantwortung im Kontext einer Pandemie bewusst sind», stellte Vorstandsvorsitzender Frank Bergmann in einer Mitteilung am Freitag fest.

Die Gesundheitsämter seien in der Verantwortung, diese Zentren einzurichten, stellte die KV fest. Mit den zentral durchgeführten Tests in Verdachtsfällen würden die örtlichen Praxen entlastet. Das Vorgehen schone auch Ressourcen wie knappes Schutzmaterial. «Wir appellieren deshalb ganz deutlich an alle Beteiligten, ihre Aufgaben, etwa bei der Einrichtung lokaler Diagnosezentren, wahrzunehmen», sagte Bergmann. Für den Betrieb der Zentren oder für mobile Einsatzteams gewinne die KV fortlaufend Ärzte aus ganz Nordrhein-Westfalen, die sich für diese Aufgabe meldeten.

Um die Regelversorgung im Kreis Heinsberg aufrecht zu erhalten, statte die KV aktuell die Praxen mit Schutzmaterial wie Masken, Schutzkittel und Schutzhauben aus. Dieses Material sei unter großem Aufwand beschafft worden.

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