Ärzte: Corona-Einschränkungen können Entwicklung schädigen
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Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Foto: Karsten Lindemann/Berufsverband Kinderärzte/dpa/Archivbild
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Köln (dpa/lnw) - Die Einschränkungen wegen der Corona-Krise können nach Befürchtung von Medizinern die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen. «Durch das Kontaktverbot und das Eingesperrtsein drohen psychosoziale Schäden», sagte Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mit Sitz in Köln, der Deutschen Presse-Agentur. Dieses Risiko steige, je länger die Maßnahmen andauerten.

Wenn Kinder nun monatelang nicht in die Kita oder Schule könnten, weder Freunde treffen noch auf Spielplätze gehen dürften, sei dies ein schwerer Eingriff in ihre Lebenswelt, kritisierte Fischbach. In den politischen Beratungsgremien säßen bislang keine Interessenvertreter von Kindern und Jugendlichen. Bei den nächsten Gesprächen über mögliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen müssten endlich auch die Bedürfnisse der Kinder in den Blick genommen werden, forderte der Solinger Kinderarzt.

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