Ärztekammer will stärkere Kontrolle von Implantaten

Münster (dpa/lnw) - Im Skandal um gefährliche Silikonkissen hat die Ärztekammer Westfalen-Lippe strengere gesetzliche Regeln zur Prüfung von Implantaten gefordert. «Wir brauchen eine wirksamere Kontrolle bei der Zulassung und der Produktion von Medizinprodukten», erklärte Kammerpräsident Theodor Windhorst am Freitag in Münster. Bisherige Prüfverfahren reichten nicht aus. Außerdem sei ein bundesweites Register nötig, «das den Verbleib von Implantaten und Endoprothesen dokumentiert». So könnten nicht nur Patienten mit Brustimplantaten Unsicherheiten genommen werden, sondern auch solchen mit anderen Implantaten wie Gelenkprothesen und Herzschrittmachern.

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