Aids-Hilfe gegen «Zwangsouting» im Gefängnis

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Aids-Hilfe Nordrhein-Westfalen verlangt die Aufhebung des sogenannten Zwangsouting-Erlasses für HIV-infizierte Strafgefangene. Der Landesgeschäftsführer der Aidshilfe, Patrik Maas, bezeichnete es am Dienstag in Düsseldorf als vorrangige Aufgabe, diese Diskriminierung von Inhaftierten mit HIV zu beenden. Der Umschluss-Erlass des NRW-Justizministeriums aus dem Jahr 1987 schreibe vor, dass Häftlinge ihre Infektion mit dem Aids-Erreger offenbaren müssen , wenn sie an Gemeinschaftsangeboten teilnehmen wollen, kritisiert die Aids-Hilfe. Sie sieht darin - ebenso wie FDP und Linke im Düsseldorfer Landtag - einen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen.

Homepage Aids-Hilfe NRW

Antwort auf FDP-Anfrage

Antwort auf Anfrage der Linken

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