Aktionärsvertreter lobt Sanierer Terium: Aber Kritik an CO2-Ausstoß

Essen (dpa) - RWE-Chef Peter Terium findet trotz Milliardenverlusten und geplanter Dividendenkürzung auch Unterstützung bei den Aktionären. «Herr Terium, wir halten den von Ihnen eingeschlagenen Weg für absolut richtig und dringend notwendig», sagte der Fondsmanager Ingo Speich am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Essen. Kostendisziplin, Kraftwerksstilllegungen und Jobabbau seien zwar unpopulär, aber unvermeidbar. «RWE muss sich gesundschrumpfen und braucht an der Spitze keinen Visionär, sondern einen Sanierer.»

Allerdings seien nach der Restrukturierung neue strategische Impulse erforderlich. «Wir erwarten spätestens zur nächsten Hauptversammlung konkretere Ziele», sagte der Fondsmanager der Gesellschaft Union Investment. RWE müsse auch mehr für die Verringerung des Schadstoffausstoßes tun: Der Konzern sei weiter der größte CO2-Emittent Europas, «ein trauriger Negativrekord», kritisierte Speich. Mit rund sieben Prozent Erneuerbaren-Anteil an der Stromerzeugung hinke RWE bei den Erneuerbaren hinterher.

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