Als wäre es Fußball: Kinder übernehmen Politikerrollen im Landtag

Düsseldorf (dpa/lnw) - Politik ist ein Mannschaftssport wie Fußball, und Schiedsrichter braucht es auch. Auf diese Weise hat der Besucherdienst im nordrhein-westfälischen Landtag am Sonntag jungen Besuchern den Politbetrieb nähergebracht. Und mitspielen durften die Kinder auch. Sie saßen auf den Abgeordnetenplätzen im Plenarsaal, auf der Regierungsbank und sogar im Präsidium. In die Fußballwelt übersetzt waren die Landtagspräsidentin der Schiedsrichter, die Fraktionsvorsitzenden die Mannschaftskapitäne, und Ordnungsrufe galten als gelbe Karten. Das Thema der Debatte: Soll es pro Jahr künftig nur noch sechs statt zwölf Wochen Schulferien geben?

Die Debatte war einseitig - und der elfjährige Daniel sagte in der Rolle von Schulministerin Sylvia Löhrmann: «Das ist nicht gut, weil am Gymnasium bereits die Schulzeit gesenkt wurde, so dass es immer mehr Druck in der Schule gibt.» Andere Abgeordnete betonten, Kinder bräuchten ausreichend Zeit zum Toben und Spielen. Ergebnis nach 20 Minuten Diskussion: Antrag abgelehnt - mit haushoher Mehrheit. Elias (11) forderte als Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gar eine Verlängerung der Ferien.

Das Rollenspiel im Plenarsaal war Teil eines großen Kinderfestes rund um den Landtag zum Weltkindertag am 20. September.

Homepage des Landtages

PM Großes Kinderfest zum Weltkindertag

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