Alterswohnsitz für Drogensüchtige in Unna eröffnet

Unna (dpa/lnw) - In einem Vorort von Unna ist ein ehemaliges Erholungsheim zu einem Alterswohnsitz für chronisch Suchtkranke umgebaut worden. Die Einrichtung des Projektes Lüsa (Langzeit Übergangs- und Stützungsangebot) gehört damit zu den wenigen in Deutschland, in denen Süchtige auf unbestimmte Zeit wohnen können. In dem Haus ist Platz für maximal 14 Menschen, die teils jahrzehntelang Heroin und andere harte Drogen konsumiert haben.

Die ersten Bewohner sind Anfang Januar eingezogen. Aufgrund ihrer Lebensgeschichte kommen sie für ein herkömmliches Altersheim in der Regel nicht in Frage, sagte Leiterin Sabine Lorey der Deutschen Presse-Agentur. Die Menschen leiden unter schweren Krankheiten und sind auf den Ersatzstoff Methadon angewiesen. In der Einrichtung bekommen sie einen geregelten Tagesablauf, werden rund um die Uhr betreut und erhalten eine medizinische Versorgung. Finanziert wird das Wohnheim durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

Internetseite Projekt Lüsa

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