Angeklagter soll aus Gerhard Richters Müll gestohlen haben
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Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archiv
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Köln (dpa/lnw) - Ein Mann soll weggeworfene Skizzen des Künstlers Gerhard Richter aus dessen Altpapiertonne gestohlen haben. Vor dem Kölner Amtsgericht begann am Mittwoch ein Prozess wegen Diebstahls gegen den 49-Jährigen. Laut Anklage hatte der Maler im Juli 2016 vier Entwürfe in der Papiertonne vor seinem Haus entsorgt, weil er sie als misslungen betrachtete. Der in München wohnende Angeklagte soll die Skizzen herausgefischt haben, um sie zu behalten oder zu verkaufen. Der Wert der nicht signierten Werke beläuft sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf insgesamt rund 60 000 Euro.

Der Angeklagte erklärte zu Beginn der Verhandlung, er wolle keine Aussage machen. Der als Zeuge geladene Gerhard Richter kam nicht zum Prozess. Der 87-Jährige sei aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu in der Lage, hatte sein Atelier im Vorfeld mitgeteilt. Das Gericht wollte vier weitere Zeugen hören. Ein Urteil könnte noch am Mittwoch fallen.

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