Angeklagter überrascht mit neuer Tatvariante

Krefeld (dpa/lnw) - Im Prozess um den Mord an einer pensionierten Bankerin in Krefeld hat der angeklagte mutmaßliche Auftragskiller mit einer neuen Tatvariante überrascht. Der 30-Jährige behauptete am Donnerstag über seinen Anwalt, er sei mit einem in Belgien lebenden Mann in die Wohnung eingedrungen. Man habe die alte Frau ausrauben, aber nicht ermorden wollen. Als er die Wohnung verlassen habe, habe die Frau noch gelebt. Der Mann mit dem Spitznamen «Der Stehler» sei aber noch länger in der Wohnung geblieben. Das Landgericht in Krefeld verschob daraufhin die für den 26. Januar geplante Urteilsverkündung, um die Aussage zu prüfen. Auch die anderen Angeklagten kündigten an, sich zu der Aussage äußern zu wollen.

Ein Informatiker und Bordellbesitzer aus Mönchengladbach soll den 30-Jährigen als Auftragskiller auf die pensionierte Bank-Prokuristin angesetzt haben, um das Vermögen der 75-Jährigen zu erben. Neben dem 43-Jährigen und seiner Ehefrau sind auch der mutmaßliche Auftragskiller (30) und dessen mutmaßlicher Helfer (20) angeklagt.

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