Angriff auf Kinderbett-Verkäuferin: Neue Hinweise geprüft
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Angriff auf Kinderbett-Verkäuferin: Neue Hinweise geprüft. Foto: Oliver Berg/Archiv
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Köln (dpa/lnw) - Im Prozess um den lebensgefährlichen Angriff auf eine Frau, die nach einer Ebay-Anzeige einen Interessenten für ihr Kinderbett zu Hause erwartet hatte, will das Gericht Hinweisen auf ein mögliches sexuelles Tatmotiv nachgehen. Die Richter sprachen am Donnerstag kein Urteil und setzten für den 22. Februar einen weiteren Prozesstag an. Anlass ist ein psychiatrisches Gutachten. Nach Ansicht des Psychiaters hat der Angeklagte eine «hochproblematische Sexualität», von der ohne Behandlung eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgehe.

Bereits an den Prozesstagen zuvor am Kölner Landgericht hatten Zeugen Zweifel an einem Raubmotiv geäußert, dass der Angeklagte selbst in einem Geständnis genannt hatte. So soll der 59-Jährige bereits Frauen am Telefon sexuell beleidigt und mit Vergewaltigung gedroht haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann in ihrer Anklage vorgeworfen, sich im August 2018 auf eine Ebay-Anzeige einer Frau gemeldet zu haben, die ein Kinderbett verkaufen wollte. Bei dem anschließenden Treffen in ihrer Kölner Wohnung am Folgetag soll er die zweifache Mutter dann attackiert und mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben. Angeklagt ist der Deutsche wegen versuchten besonders schweren Raubes, versuchter Geiselnahme und gefährlicher Körperverletzung.

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