Anklage fordert im Prozess um Brandanschlag Haftstrafen

Memmingen (dpa/lnw) - Im Prozess um einen Brandanschlag im Allgäu mit zwei Schwerverletzten hat die Staatsanwaltschaft für die drei Angeklagten Haftstrafen gefordert. Für einen 37 und einen 23 Jahre alten Mann forderte die Anklagebehörde am Freitag vor dem Landgericht Memmingen wegen gemeinschaftlicher Brandstiftung viereinhalb und dreieinhalb Jahre Haft. Im Fall eines 39-jährigen Angeklagten sprach sich die Staatsanwaltschaft für zwei Jahre und vier Monate Haft wegen Beihilfe zur Brandstiftung aus. Das Urteil soll noch am Nachmittag gesprochen werden.

Das Trio aus Nordrhein-Westfalen hatte gestanden, für das Feuer in einem Wohn- und Praxisgebäude in Bad Wörishofen (Landkreis Unterallgäu) verantwortlich zu sein. Zwei von ihnen waren bei dem Brandanschlag lebensgefährlich verletzt worden. Der 37-jährige Angeklagte räumte ein, für die Tat Geld erhalten zu haben. Wer sein Auftraggeber war, ließ er offen. Die Kripo hat aber die Mieter der Praxisräume im Verdacht.

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