Anklage nach Diebstahl des Borghorster Stiftskreuzes

Borghorst/Münster (dpa/lnw) - 16 Monate nach dem Diebstahl eines wertvollen mittelalterlichen Kreuzes aus der Kirche von Borghorst hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Drei 24 bis 31 Jahre alte Männer aus Bremen sollen Ende Oktober 2013 das Borghorster Stiftskreuz im Kreis Steinfurt gestohlen haben, teilten die Ermittler am Mittwoch mit. Ein vierter Täter habe bislang nicht identifiziert werden können.

Das Kreuz ist seit der Tat verschwunden. «Bislang haben sich die Angeklagten noch nicht geäußert, hier müssen wir schauen, was die Gerichtsverhandlung bringt», sagte Oberstaatsanwalt Heribert Beck. Die Männer sollen vor dem Diebstahl in der Kirche vergeblich versucht haben, eine Tankstelle zu überfallen. Eine Zeugin dieses Überfalls habe jetzt bei der Identifizierung der Männer geholfen. Die Polizei sei nach Hinweisen aus der Bevölkerung rund drei Wochen nach dem Diebstahl den Tätern auf die Spur gekommen.

Nach Einschätzung von Experten ist das Stiftskreuz ein kunsthistorisch bedeutendes Werk, weil es zu den besten sakralen Kunstwerken des 11. Jahrhunderts in ganz Europa gehört. Der Wert des rund 1000 Jahre alten Reliquienkreuzes gilt als unschätzbar. Gestiftet wurde es von Kaiser Heinrich III.

Mitteilung der Staatsanwaltschaft

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