Archäologen hoffen in Recklinghausen auf Funde

Recklinghausen (dpa/lnw) - Auf dem Gelände eines Parkplatzes und einer Grünanlage in der Recklinghäuser Innenstadt wollen Archäologen nach frühmittelalterlichen Zeugnissen aus der Zeit Karls des Großen suchen. Es bestehe die Hoffnung, Spuren einer sogenannten Reichshofbefestigung zu finden, sagte der zuständige Denkmalpfleger der Stadt, Andreas Rapien, am Montag. Das insgesamt knapp 500 000 Euro teure Projekt werde zu 80 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Reichshöfe seien befestigte Stützpunkte Karls des Großen gewesen. «Wir wissen aber nicht, ob er jemals da war», sagte Rapien. Derzeit stamme die älteste bekannte Erwähnung des Orts aus dem Jahr 1020. Mit Hilfe der Grabungen, die am Mittwoch starten sollen, könnten möglicherweise Spuren einer deutlich älteren Ansiedlung gefunden werden.

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