Attacke auf Schwangere: Ex-Freund vor Gericht
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Ein Buch über die Strafprozessordnung liegt in einem Gerichtssaal auf einem Tisch. Foto: Nicolas Armer/Archiv
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Duisburg (dpa/lnw) - Um seine Vaterschaft zu verschleiern soll ein Jugendlicher mit drei Komplizen versucht haben, seine schwangere Ex-Freundin zu töten: Nach der Attacke auf die damals 17-Jährige in Duisburg kommen die vier Jugendlichen nun vor Gericht. Die Anklage lautet auf versuchten Mord, wie das Duisburger Landgericht mitteilte.

Der damals 16-jährige Ex-Freund des Opfers wollte demnach nicht Vater werden. Die vier Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 17 stehen in einem nicht öffentlichen Prozess vom 17. Januar an vor Gericht. Geplant sind mindestens sieben Prozesstage, wie es am Freitag hieß.

Der mutmaßliche Kindsvater soll sich am 6. September mit der im fünften Monat Schwangeren verabredet haben, die übrigen Angeklagten lauerten demnach mit Messern bewaffnet in einem Gebüsch. Auf ein Zeichen des Jugendlichen sollen die Komplizen die werdende Mutter angegriffen und sie mit sieben Messerstichen verletzt haben. Die Schwangere konnte sich nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft losreißen und in den Garten eines Ehepaares retten. Lebensgefahr habe nicht bestanden.

Die vier Tatverdächtigen leben alle in Duisburg. Zwei von ihnen haben die deutsche und die türkische Staatsangehörigkeit, die anderen beiden Angeklagten haben die schwedische beziehungsweise die deutsche. Der Ex-Freund hatte dem Opfer nach Ermittlerangaben bereits im Vorfeld der Tat gedroht, dass niemand von seiner Vaterschaft erfahren dürfe.

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