Attacken auf Flüchtlinge: Wachleute bestreiten willkürliche Gewalt

Essen (dpa/lnw) - Im Prozess um Übergriffe auf Flüchtlinge in einem Essener Übergangsheim haben die angeklagten fünf Wachmänner die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft im Wesentlichen bestritten. Von willkürlichen Attacken auf die Bewohner könne keine Rede sein, versicherten sie am Donnerstag beim Prozessauftakt vor dem Essener Amtsgericht.

Wenn es tatsächlich einmal körperliche Auseinandersetzungen gegeben habe, dann nur, um sich gegen Angriffe von Asylbewerbern zu wehren. «Wir waren sehr ruhig, die anderen dagegen äußerst aggressiv», sagte einer der Angeklagten den Richtern. Es liege ihm völlig fern, grundlos Ausländer zu schlagen oder zu treten.

Die 24 bis 39 Jahre alten Angeklagten waren als Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes eingesetzt. Ihnen wird vorgeworfen, im vergangenen September mehrere Asylbewerber geschlagen und getreten zu haben, weil sie außerhalb der Öffnungszeiten der Kantine nach Essen und Getränken gefragt haben sollen. Die Anklage lautet auf gemeinschaftliche Körperverletzung.

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