Auch Wuppertal fordert «umgehende Schulschließung»
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Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister von Wuppertal. Foto: Andreas Fischer/Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie/dpa/Archivbild
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Wuppertal (dpa/lnw) - Nach mehreren NRW-Kommunen hat am Donnerstag auch Wuppertal wegen steigender Infektionszahlen eine umgehende Schließung aller Schulen in der Stadt gefordert. Die Schulen sollten für den Präsenzunterricht geschlossen werden, um bis zu einem Neustart nach den Osterferien eine verlässlich funktionierende Test- und Impf-Strategie umzusetzen, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Die Forderung zähle zu einem vom Krisenstab verabschiedeten Maßnahmenpaket, das nun mit dem Land abgestimmt werden müsse. Der Inzidenzwert sei innerhalb von einer Woche von 93 auf 141 gestiegen. Auch gebe es eine zunehmende Belegung von Krankenhausbetten.

«Solange es in den Schulen nicht mehr Sicherheit durch umfassende Schnelltests und eine abgeschlossene Impfung der Lehrkräfte gibt, wirkt Präsenzunterricht aus unserer Perspektive vor Ort ganz klar als Infektionsbeschleuniger», erklärte Oberbürgermeister Uwe Schneidewind (Grüne) laut der Mitteilung. Alle aktuellen Erkenntnisse sprächen dafür, dass die neuen Virus-Varianten deutlich ansteckender auch für junge Menschen seien.

Der Krisenstab habe außerdem eine «konsequente Ablehnung» aller Öffnungsanträge aus Wirtschaft, Kultur, Sport und allen sonstigen Bereichen beschlossen. «Hierunter fallen auch die vom Land beschlossenen Öffnungen für die Altenheime», hieß es. Kurzfristig sollen Selbsttests für die Kitas und Teile der Stadtverwaltung für mehr Sicherheit sorgen. «Weiterhin sollen Eltern von Kita-Kindern, wo immer möglich, diese zuhause betreuen», so die Stadt.

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