Aus für Braunkohlestandorte: Revier fordert Hilfe

Essen/Berlin (dpa) - Angesichts der Stilllegungspläne für fünf RWE-Braunkohleblöcke im Rheinischen Revier fordert die Region schnelle Hilfe für die Zukunft. «Das ist ein Schlag für die Region, vor allem für die Familien», sagte der Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Michael Kreuzberg (CDU), am Montag. Das Rheinische Revier benötige jetzt Unterstützung auch vom Land. Bisher habe man den Strukturwandel mit viel längerem Vorlauf bis 2040/45 geplant.

Aus Umweltschutzgründen sollen in der Region drei RWE-Kraftwerksblöcke in Grevenbroich und zwei im nahe gelegenen Bergheim zwischen 2017 und 2019 in eine Kraftwerksreserve überführt und später ganz stillgelegt werden, wie die Bundesregierung und RWE am Wochenende mitgeteilt hatten. Bis zu 1000 Jobs sind davon direkt betroffen. Ein RWE-Sprecher betonte am Montag erneut, dass RWE den Abbau sozialverträglich gestalten wolle.

Auf jeden wegfallenden RWE-Job kämen aber etwa 2,5 weitere Stellen bei Dienstleistern, sagte der Landrat. «Vom Frisör über den Kiosk bis zur Bank bleiben die Kunden weg.» In der Region fielen damit insgesamt 3000 bis 4000 Stellen weg.

SOCIAL BOOKMARKS