Ausschreitungen bei Kundgebung von Rechten in Dortmund

Dortmund (dpa) - Bei einer Kundgebung der rechtsextremen Partei «Die Rechte» ist es in Dortmund zu Ausschreitungen gekommen. Teilnehmer einer linken Gegendemonstration hätten am Sonntag versucht, zu der Veranstaltung zu gelangen, sagte ein Polizeisprecher. Dabei hätten sie Pflastersteine, Flaschen und Böller in Richtung der Polizisten sowie der rechten Demonstranten geworfen. Ein Polizist sei verletzt worden, habe aber im Dienst bleiben können. Ob es auch Verletzte unter den Linken und Rechten gab, konnte er zunächst nicht sagen.

Ursprünglich hatte die Partei nach Angaben des Sprechers geplant, vor dem Wohnhaus des Dortmunder Oberbürgermeisters Ullrich Sierau (SPD) und zwei weiteren Privatadressen zu demonstrieren. Das sei jedoch von Polizeipräsident Gregor Lange untersagt worden. Stattdessen hielt die Partei in der Stadt zwei Kundgebungen ab. Zunächst nahmen daran 60 Anhänger teil. An der Gegendemonstration beteiligten sich bis zu 300 Menschen.

«Die Rechte» war 2014 in Nordrhein-Westfalen erstmals bei einer Kommunalwahl angetreten. In Dortmund sowie Hamm zog sie mit jeweils einem Sitz ins Stadtparlament ein. Nach Angaben der Landesregierung gehören der Partei viele Mitglieder aus zuvor verbotenen rechtsextremen Kameradschaften an.

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