Autoversicherungen: Wenige Schäden in Münster

Berlin/Münster (dpa/lnw) - In der Radfahrerstadt Münster können Autobesitzer ihre Fahrzeuge vergleichsweise preiswert versichern. Bei der Neueinteilung der Regionalklassen der Kfz-Haftpflichtversicherung ist die westfälische Stadt in die zweitniedrigste Stufe gerutscht, wie der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Dienstag berichtete. Auch der Kreis Coesfeld gehört zur Haftpflichtklasse 2. Besonders teuer wird es dagegen in Essen und Gelsenkirchen, die beiden Städte sind als einzige NRW-Zulassungsbezirke in der höchsten Regionalkasse 12 eingestuft.

Die Einstufung richtet sich nach dem Schadenverlauf in der Vergangenheit. Wo die Versicherer besonders viel zahlen mussten, steigen in der Folge die Beiträge.

Nach der Neuaufteilung kommen nach GDV-Angaben in NRW rund 1,4 Millionen Autobesitzer in eine höhere Regionalklasse. Von einer besseren Einstufung können rund 940 000 Autofahrer profitieren. Bei der Kaskoversicherung verbessert sich dagegen die Einstufung für fast 1,7 Millionen Versicherte, schlechter eingestuft werden rund 200 000 Kaskoversicherte.

Der GDV berechnet jedes Jahr die Schadensbilanzen der rund 400 Zulassungsbezirke in Deutschland und teilt sie in Regionalklassen ein. Die Regionalklasse ist aber nur ein Faktor, der neben anderen in die Berechnung des gesamten Versicherungsbeitrags einfließt. Die Statistik des GDV ist für die Versicherungsgesellschaften nicht verbindlich.

Die neuen Klassen können bei Neuverträgen ab sofort angewendet werden. Bei Altverträgen greifen sie in der Regel zum Hauptfälligkeitstermin, der meist am Jahreswechsel ist.

Die beiden Vergleichsportale Check24 und Verivox wiesen darauf hin, dass die meisten Versicherer die Wohnortkomponente noch kleinteiliger berechnen - auf der Grundlage der Postleitzahlbezirke. In Einzelfällen kann so eine modellhafte Kfz-Versicherung auf der einen Straßenseite bis zu 200 Euro teurer sein als auf der anderen, berichtete Verivox.

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