BUND will nicht mehr gegen Teststrecke «Bilster Berg» klagen

Düsseldorf/Bad Driburg (dpa/lnw) - Die juristische Auseinandersetzung über die Autoteststrecke «Bilster Berg» im Teutoburger Wald ist vorerst beendet. Der Umweltschutzverband BUND teilte am Freitag mit, er werde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Minden vom Oktober 2012 nicht in die Berufung gehen. «Vor dem Hintergrund der bisherigen Urteile sehen wir unsere Erfolgsaussichten als nicht ausreichend gut an», sagte der Vize-Vorsitzende des BUND in NRW, Bernd Meier-Lammering, der Nachrichtenagentur dpa. Zudem sei so ein Verfahren auch eine finanzielle Frage, «so ärgerlich das ist».

Das Verwaltungsgericht Minden hatte im Oktober 2012 Klagen von vier Anwohnern abgewiesen und grünes Licht für die 34 Millionen Euro teure Privatstrecke gegeben. Die kritisierte Genehmigung des Kreises war in Sachen Lärmkontrolle nachgebessert worden. Zudem hatten die Betreiber Zugeständnisse gemacht. Zuletzt hatte auch das Oberverwaltungsgericht keine Einwände mehr. Die Strecke wird an diesem Wochenende offiziell eröffnet.

Der BUND ist aber weiterhin der Ansicht, dass Artenschutzbestimmungen nicht ausreichend berücksichtigt wurden. «Es geht hier nicht um das Wohl der Allgemeinheit, sondern um finanzielle Interessen gutbetuchter Einzelpersonen», kritisierte Meier-Lammering.

Mitteilung des BUND

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