BVB-Boss Watzke befürchtet Insolvenzen
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Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild
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Düsseldorf (dpa) - Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke befürchtet, dass auf einige Fußballclubs Insolvenzen zukommen, wenn nicht bald wieder gespielt wird. «Davon kann man ausgehen», sagte der BVB-Chef am Sonntag dem TV-Sender Sky. «Und jeder weiß, wenn es Insolvenzen gibt, kommen auch die sogenannten Weißen Ritter, die dann sagen, wir geben euch Geld, aber ihr müsst dafür sorgen, dass 50+1 fällt», sagte Watzke. «Man muss aufpassen, dass sich nicht jetzt Entwicklungen abspielen im Fußball, die wir nie wieder zurückgebracht kriegen. Wenn wir am 30. Juni die Saison nicht zu Ende gebracht haben, dann stehen wir vor riesigen Regressforderungen.»

Der 60-Jährige betonte, dass der Fußball keine Sonderrolle fordere. «Wir haben ein Konzept entwickelt, das uns viel Geld kostet. Wir wollen aber auch nicht benachteiligt werden, nur weil der Fußball eine sehr relevante Rolle eingenommen hat. Dass sich jetzt ein paar Leute, die den Fußball schlecht finden, an uns abarbeiten, damit muss man leben», sagte Watzke.

In der aktuellen Debatte um die Bundesliga wird von vielen auch ein Nachdenken über das Geschäftsmodell des Profifußballs gefordert. Dazu gehören auch Bestimmungen wie die 50+1-Regel. Mit ihrer Hilfe soll verhindert werden, dass Kapitalanleger die Stimmenmehrheit in Profi-Clubs übernehmen. Die jüngsten Einnahmeverluste könnten dazu verleiten, finanzkräftigen Investoren verstärkten Einfluss zu gewähren.

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