Baby störte Computerspiel: Lebenslange Haft wegen Mordes

Essen (dpa/lnw) - Um in Ruhe am Computer spielen zu können, hat ein Vater aus Essen vor sechs Monaten seinen drei Wochen alten Sohn erschlagen. Am Montag ist der 27-Jährige wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Mann hatte im Prozess vor dem Essener Schwurgericht zugegeben, das schreiende Kind in der Nacht auf den 6. Mai 2014 dreimal hart auf den Hinterkopf geschlagen zu haben. Den Richtern hatte er dazu gesagt: «Ich fühlte mich gestört, weil ich unbedingt weiter am Computer spielen wollte.» Das Leben des Kindes hatte trotz Not-Operation nicht gerettet werden können. Der Junge verstarb sechs Tage nach der Tat. Der Angeklagte war bereits 2009 wegen Kindesmisshandlung zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er dem Sohn einer Ex-Freundin den Arm gebrochen hatte.

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